Ideenfindung und Kreativitätstechniken IV: Brainwriting

3. Februar 2015 by

Wenn es darum geht, schnell auf neue Ideen zu kommen, wird meistens die Methodes des Brainstorming angewendet. Die Methode des Brainwriting erzielt aber oftmals mehr Ideen in weniger Zeit als das traditionelle Gruppen-Brainstorming.

Brainwriting ist relativ einfach. Statt dass die Teilnehmer ihre Ideen heraus schreien und ein Moderator sie aufnimmt, schreiben sie  ihre Ideen zu einer bestimmten  Frage oder einem Problem einige Minuten lang auf Zettel. Diese Zettel geben sie dann an eine andere Person weiter, die diese Ideen durchliest und neue hinzufügt. Nach ein paar Minuten werden die Zettel wieder weitergegeben. Dies wiederholt sich mehrmals. Nach 10 bis 15 Minuten werden die Zettel dann eingesammelt.
Statt dass Sie eine Idee nach der nächsten erhalten, können mit Brainwriting viele Ideen gleichzeitig entstehen.

Wann sollte Brainwriting am besten verwendet werden:

  • wenn Sie mit einer Gruppe arbeiten, die für effektives Brainstorming zu groß ist. Bei einer Konferenz können Sie beispielsweise auf jeden Platz eine große Karte legen, eine Frage stellen und dann die Teilnehmer eine mögliche Antwort/Lösung aufschreiben und die Karte weitergeben lassen. Nach drei Runden dürften ausreichend Ideen vorhanden sein.
  • wenn Sie mit einer Gruppe arbeiten, in der sich zurückhaltende Personen befinden, die sich von Brainstorming eher einschüchtern lassen.
  • wenn Ihre Zeit begrenzt ist. Innerhalb kürzester Zeit bekommen Sie mit Brainwriting eine Fülle von Lösungen/Ideen.
  • wenn Sie nicht über einen erfahrenen Moderator verfügen. Für Brainstorming benötigen Sie einen recht guten Moderator, wogegen Sie für Brainwriting nur eine Frage stellen, die Uhr ablesen und Antworten einsammeln müssen.
  • wenn Sie sich Sorgen darum machen, dass einige laute Teilnehmer andere beeinflussen könnten, wie es beim Brainstorming der Fall wäre.
  • wenn Sie wissen wollen, wie verschiedene Gruppen ein Thema sehen. Sie können mit verschiedenen internen Gruppen jeweils eine Brainwriting-Session durchführen. Hier werden Sie mit Sicherheit feststellen, dass die Gruppen über unterschiedliche Perspektiven verfügen. Die Unterschiede kommen hier stärker zum Vorschein, als unter Verwendung einer anderen Methode wie z.B. Brainstorming.
  • wenn Sie wollen, dass nützliche Ideen weiter ausgeführt werden.
  • wenn Sie wissen wollen, wer welche Ideen hat(te).

Probleme

  • Manche Teilnehmer beschreiben ihre Ideen besser/präziser als andere.
  • Durch die Zeitvorgabe (in der Regel 5 min) könnten sich Teilnehmer eingeschränkt oder unter Druck gesetzt fühlen.
  • Es entstehen keine Gruppen-Diskussionen, die widerum neue Ideen hervorbringen könnten.

Vorgehensweise

Erklären Sie den Teilnehmern, wie alles funktioniert und geben Sie jedem ein Stück Papier. Stellen Sie das Problem klar und deutlich dar. Dann geben Sie eine bestimmte Zeit vor, in der jeder seine Ideen / Problemlösungen aufschreibt. Danach gibt jeder sein Stück Papier weiter und entwickelt dann die auf dem Papier stehenden Ideen weiter.

6-3-5-Methode

6 Personen schreiben 3 Ideen/Problemlösungen in 5 Minuten auf. Dann werden die Zettel weitergerereicht und innerhalb von weiteren 5 Minuten werden erneut 3 Ideen / Problemlösungen aufgeschrieben. Dies geht über 5 Runden.

Brainwriting 6-3-5-Methode - mit Hilfe einer Tabelle

Brainwriting 6-3-5-Methode – mit Hilfe einer Tabelle

Am einfachsten machen Sie es sich und auch den Teilnehmern bei dieser Methode, wenn Sie eine Tabelle auf die zu verteilenden Zettel drucken.

Werbung mit Flyern – Die unterschiedlichen Flyerformate

20. November 2014 by

Bei der Gestaltung von Flyern bietet es sich an, bei gängigen Formaten – DIN-Formaten – zu bleiben, damit sich die Druckkosten im Rahmen halten. Eine Abweichung von den Standardformaten führt zu höheren Kosten, da Zuschnitt- oder Verschnittkosten anfallen.

Die gängigsten DIN-Formate sind die folgenden:

  • DIN A4: 210 x 297 mm.
  • DIN A5: 210 x 148 mm.
  • DIN A6: 105 x 148 mm. Postkartenformat.
  • DIN A7: 74 x 105 mm.
  • DIN A8: 52 x 74 mm.
  • DIN lang: ein zweimal gefalztes DIN A4-Blatt. Daraus entsteht ein Flyer mit den Maßen 99 x 210 mm. Diese Art des Flyers wir auch 6-Seiter genannt, da er durch die beiden Falze über sechs Seiten (auf Vorder- und Rückseite) verfügt.
Falzarten

Verschiedene Falzarten

Flyer können aus diesen DIN-Formaten in verschiedenste Größen und auf verschiedene Art und Weise gefalzt werden: 1-Bruch-Falz Querformat (1), 1-Bruch-Falz Hochformat (2), Zickzackfalz (3), Wickelfalz (4), Altarfalz (5), Leporellofalz (6), Kreuzfalz (7).

Tipps zum Flyerdruck:

  • Legen Sie Ihre Flyer immer im DIN-Format an.
  • Um den Wiedererkennungswert zu erhöhen, sollten Sie bei all Ihren Drucksachen, Webseite, etc dasselbe Layout wählen
  • Packen Sie nicht zu viele Informationen in Ihre Flyer. Kürzen Sie Ihre Texte und bleiben Sie beim Wesentlichen.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Grafiker alle Dateien Grafiken und Bilder sowie die PDF-Datei des Flyers geben. So können Sie den Flyer später leicht ändern lassen bzw. ihn mit Hilfe der PDF-Datei jederzeit selbst ausdrucken bzw. ihn auf Ihre Webseite stellen.
  • Lassen Sie eine ausreichende Anzahl Ihrer Flyer drucken. Je höher die Auflage, desto günstiger der einzelne Flyer. Machen Sie aber nicht den Fehler, zu viele Flyer drucken zu lassen. Prospekte im Lager aufzubewahren ist sinnlos, da sie dort niemand zu Gesicht bekommt.
  • Wenn Sie Broschüren drucken lassen, sollten Sie darauf achten, dass die Seitenzahl durch 4 teilbar ist. Dies ist aufgrund des Formates der Druckbögen notwendig.

Online-Hilfe bei Übersetzungen Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch

15. September 2014 by

Übersetzungen vom Deutschen ins Englische oder andersherum sind in vielen Jobs Alltag. Selbst wenn Ihre Englischkenntnisse recht gut sind, benötigen Sie hin und wieder etwas Unterstützung.

Hier bieten sich gute Online-Wörterbücher an wie z.B. :

Fast alle dieser Wörterbücher bieten nicht nur Übersetzungen Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch, sondern auch verschiedene andere Sprachen.

dict.cc ist nicht nur ein Online-Dictionary, sonder gleichzeitig eine Plattform, über die Nutzer ihr Wissen austauschen können. Nutzer können Übersetzungsvorschläge eingeben und Vorschläge der anderen Nutzer überprüfen und korrigieren.

Dasselbe gilt für LEO. Hier können die Forumsdiskussionen (unten auf der Seite, wenn ein Wort eingegeben wird) ganz hilfreich sein.

BEOLINGUS, das Online-Wörterbuch der TU Chemnitz ist ebenfalls recht umfangreich.

Auch The Free Dictionary http://de.thefreedictionary.com/ kann hilfreich sein, da es verschiedene Wörterbücher vereint (Wörterbücher, Thesaurus, Medizinisches Wörterbuch, Rechtswörterbuch, Finanzwörterbuch, Akronyme, Redewendungen, Lexikon). Diese zusätzlichen Wörterbücher sind allerdings nur auf Englisch vorhanden.

canooonet http://www.canoo.net/ ist kein eigenständiges Wörterbuch, sondern ein Online-Sprachservice, der Einträge verschiedener Wörterbücher sammelt/vereint.

Außer Online-Wörterbücher, mit denen sich einzelne Worte nachschlagen lassen, gibt es noch sog. Textübersetzer. Hier geben Sie ganze Sätze ein und erhalten die Übersetzung des Textes in der eingestellten Sprache. Hier bietet sich die Textübersetzung von PONS an: http://de.pons.com/text-übersetzung. Google Translate https://translate.google.de/ hat sich zwar in den letzten Jahren sehr verbessert, liefert allerdings immer noch keine befriedigende Qualität.

Weitere hilfreiche Nachschlagewerke sind z.B. „Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“ http://www.dwds.de/ und das Wikiwörterbuch (Wiktionary) http://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Hauptseite,

Gedächtnistraining Teil 1 – Die Mnemotechnik – Holen Sie mehr aus Ihrem Gedächtnis heraus

23. Mai 2014 by

Die Mnemotechnik bezeichnet verschiedene Merktechniken, die dabei helfen, verschiedene Listen, Namen, Zahlenreihen, Witze, Fremdsprachen, Einkaufslisten, Termine, Verkaufsargumente und vieles andere mehr, im Kopf zu behalten. Das Tolle daran ist, dass das Gedächtnis besser wird, je mehr diese Techniken verwendet werden (http://ow.ly/x8DFA).

Im Grunde geht es bei der Mnemotechnik darum, Eselsbrücken zu entwickeln. Das können einfache Merksätze, Reime oder Grafiken sein, aber auch komplexere Systeme, mit deren Hilfe man sich ganze Zahlenreihen einprägen kann.

 

Beispiele für Merksätze:

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ Dabei steht jeder der Anfangsbuchstaben für einen Planeten mit dem gleichen Anfangsbuchstaben. Das M in Mein für Merkur (sonnennächster Planet), das V in Vater für Venus (zweitnächster Planet von der Sonne aus), und so weiter für Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Hier wird vorausgesetzt, dass man die Planetennamen bereits kennt.

Um z.B. beim Notenlernen den Quintenzirkels im Gedächtnis zu behalten hilft der Satz: „Geh Du Alter Esel, Hol Fische“.

 

Mehr Informationen zur Entwicklung der Mnemotechnik, die es schon im antiken Griechenland gab, finden sich bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Mnemotechnik).

 

Bei allen Mnemotechniken zum Gedächtnistraining sind die folgenden Punkte wichtig:

  • Konzentration: Nur, wenn Sie sich auf die zu lernenden Informationen konzentrieren, können Sie diese auch im Gedächtnis behalten.
    (Weitere Informationen dazu: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Aufmerksamkeit.shtml)
  • Eigenes Interesse: Wenn Sie an einer Sache wirklich interessiert sind, können Sie sich Sachverhalte viel einfacher merken. Oftmals ist es schon sehr hilfreich, wenn Sie sich einmal die Fragen stellen, warum Sie sich die Infos merken wollen und wozu Sie die Infos noch verwenden können.
  • Visualisierung: Stellen Sie sich die zu merkenden Informationen als Bilder vor. Je verrückter und fantasievoller die Bilder, desto leichter können Sie die Informationen später abrufen.
  • Einbeziehung von Emotionen: Emotionen spielen eine große Rolle bei der Speicherung und auch beim Abrufen von Erinnerungen. Versuchen Sie, die Bilder mit Emotionen zu verknüpfen.
  • Einbeziehung aller Sinne: Trainieren Sie alle Ihre Sinne. Schließen Sie z.B. Ihre Augen und nehmen Sie Gerüche und Geräusche wahr und stellen Sie sich die Bilder vor Ihrem inneren Auge vor.
  • Wiederholung: Wiederholen Sie die zu merkenden Informationen immer wieder, damit sie im Gedächtnis hängen bleiben. (Weitere Infos dazu: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen.shtml)

 

Assoziationskette

Die Begriffe, die man sich merken möchte, werden in eine Geschichte eingebaut, so dass die richtige Reihenfolge erhalten bleibt. Man muss jedoch aufpassen, dass man keinen Teil der Geschichte vergisst, sonst stimmt die Kette nicht mehr. Zunächst erfassen Sie hierbei die zu merkenden Begriffe visuell.

Beispiel: Merken Sie sich die folgenden Begriffe: Tiger, Herz, Diadem, Säge
Diese Begriffe werden zu einer Geschichte verknüpft: Ein Tiger verliebt sich (Herz) in eine Prinzessin (Diadem). Um zu ihr zu gelangen sägt er die Gitterstäbe seines Käfigs durch.

 

Zahl-Reim-System

Für jede Zahl merken Sie sich ein Wort, das sich auf die jeweilige Zahl reimt. Welche Worte Sie dafür hernehmen spielt keine Rolle. Am besten funktioniert die Technik, wenn Sie sich Worte aussuchen, die Sie sich gut bildlich vorstellen können.

Beispiel: Eins=Schwein, Zwei=Hai, Drei=Sauerei, Vier=Stier, Fünf=Schlümpf, Sechs=Hex, Sieben=Rüben, Acht=Nacht, Neun=Scheun, Zehn=Ren

Prägen Sie sich Ihre Merkwörter gut ein, indem Sie sie immer wieder durchgehen und zählen – vorwärts und rückwärts. Dabei stellen Sie sich jedes einzelne Wort als Bild vor. Dabei können Sie Größe und Farbe variieren. Wenn Sie sich nun eine Zahlenreihe merken müssen, tauschen Sie einfach die Zahlen gegen Ihre persönlichen Merkwörter aus und bauen Sie diese in eine kleine Geschichte ein.

Wollen Sie sich z.B. die Durchwahl des Kollegen merken (267), dann käme in der Geschichte ein Hai, eine Hexe und Rüben vor. Die Geschichte könnte dann folgendermaßen lauten: Der Kollege könnte beim schwimmen von einem Hai angegriffen werden, der dann von einer Hexe in eine Rübe verwandelt wird. Gerade weil diese Geschichte so merkwürdig ist, lässt sie sich gut einprägen.

 

Zahl-Form-System

Diese Methode funktioniert vom Prinzip her wie das Zahl-Reim-System. Statt dass sich die Merkworte auf die Zahl reimen, besitzen Sie eine ähnliche Form wie die jeweilige Zahl.

Auch hier merken Sie sich die Bilder, die Sie zuvor den Zahlen zugeordnet haben.

 

Für komplexere Zahlenreihen gibt es das Majorsystem (Zahl-Wort-System).

 

In den folgenden Büchern finden Sie weitere Infos zum Thema Gedächtnistraining:

Was ist wirklich dran an der Werbung für Baby- und Kinderlebensmittel? – Dreiste Lügen, um den Eltern unserer Kleinsten das Geld aus der Tasche zu ziehen

12. September 2012 by
Fruchtzwerge!

Fruchtzwerge! (Photo credit: @yakobusan Jakob Montrasio 孟亚柯)

Die Baby- und Kindernahrungsindustrie tut alles dafür, um Eltern einzureden, dass die im Handel angebotenen Produkte für Babys und Kinder gesund und notwendig für das Wachstum der Kleinen sind. Eltern wird vorgegaukelt, sie bräuchten all diese Produkte, damit ihre Kinder groß werden. Vor allem beim ersten Kind und in den ersten Lebensmonaten des Babys wissen Eltern oftmals noch nicht so recht, welche Produkte Sinn machen.

Eltern denken natürlich, wenn das Produkt so angeboten wird, muss es ja gut sein für`s Baby und Kind. Aber halt: Für Erwachsene werden ja auch viele Dinge, wie z.B. Chips, Energy Drinks, Joghurt mit viel Zucker usw. angeboten. Und sind die etwa gut für uns?

Da machen niedliche Kühe Werbung für Pudding, Biene Maja und Bugs Bunny werben für Joghurt, lustige Papageie und die Maus für Müsli, Füchse für Wurst, Mäuse für Salami, Piraten für Suppe. Eines haben aber fast alle Produkte , die für Kleinkinder angeboten werden, gemeinsam: sie enthalten zuviel Fett, zuviel Zucker und oft auch noch zuviel Salz.

Zucker-Museum Berlin; anschaulicher Vergleich ...

Zucker-Museum Berlin; anschaulicher Vergleich des Zuckergehalts in Lebensmitteln mit der entsprechenden Menge Zuckerwürfel, Ferrero Milchschnitte; 30-g-Riegel enthält 6,6 g Zucker ~ 2 Stück Würfelzucker (Photo credit: Wikipedia)

Laut der Organisation Foodwatch verstößt der Nestlé-Konzern sogar gegen seine eigenen Unternehmensgründsätze, wenn es um die Vermarktung von Kinderprodukten geht. Foodwatch zufolge handelt es sich bei der Hälfte der Produkte, die Nestlé in Deutschland als Kinderprodukte anbietet um süße Snacks!

Kindercerealien zum Beispiel bestehen zu 30 Prozent aus Zucker und können somit ja wohl kaum als gesundes Frühstück angesehen werden. Damit sie aber trotzdem gekauft werden, behaupten die Hersteller ganz dreist, die Produkte seien ausgewogen und gesund. Die Werbung für solche Produkte erfolgt mit Hilfe diverser Comicfiguren. Dazu gibt es noch Sammelfiguren und Gewinnspiele. Genauso läuft es mit allen anderen Kinderlebensmitteln.

Babysaft oder Kinder-Saftschorle zu finden, der tatsächlich Saft enthält und nicht vollkommen überzuckert ist, ist unmöglich. Also wieder reine Geldmacherei. Billiges Saftkonzentrat mit Wasser in ein Fläschchen rein und fertig ist der Baby-/Kindersaft.
Baby- und Kinderkekse enthalten Zucker und Vanillearoma. So werden schon die Kleinsten an künstliche Aromen gewöhnt.

Kinder-Reiswaffeln sind bis zu fünfmal teurer, als normale Reiswaffeln. Dabei unterscheiden sie sich nur in der Größe. Die Zutaten sind die gleichen. Woher kommt dieser riesige Preisunterschied?

Kinder-Wurst enthält zuviel Fett (teilweise sogar mehr als normale Wurst) und zuviel Salz.

Aktuelles Beispiel Kindermilch: Anbieter behaupten sie sei ja soviel besser und gesünder für Kleinkinder als Kuhmilch. Laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist dem wohl nicht so. Kindermilch enthält wohl zu wenig Kalzium und Fett. Auch die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hält Kindermilch für überflüssig.

Gegen Kindermilchproduzenten läuft laut Stiftung Warentest läuft derzeit sogar ein Verfahren des BVL. Laut SPIEGEL online forderte das BVL Hersteller von Kindermilch auf, ihre Kleinkindmilchgetränke vom Markt zu nehmen oder anders zu bewerben, da die Produkte “hinsichtlich der Zusammensetzung nicht an die Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern angepasst” sind. Dabei ist doch die Kindermilch eines der am meisten beworbenen Kinderlebensmittel überhaupt.

Stiftung Warentest (09/2012) meint Kinderlebensmittel sind „[…] oft überflüssig – und dazu meist recht teuer“. Laut Stiftung Warentest fahren die großen Babynahrungshersteller bereits ein Fünftel Ihres Umsatzes über Kleinkindprodukte ein!

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) hält die meisten Kinderprodukte ebenfalls für überflüssig und auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät vom Kauf von Kinderlebensmitteln ab (Stiftung Warentest 09/2012).

Dass Babys und Kleinkinder eigentlich größtenteils keine speziellen Nahrungsmittel benötigen zeigen z.B. der aid infodienst und Stiftung Warentest.

Schade, dass vor allem Eltern mit kleinen Kindern so belogen werden – auf Kosten der Gesundheit unserer Kleinsten!


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