Gedächtnistraining Teil 1 – Die Mnemotechnik – Holen Sie mehr aus Ihrem Gedächtnis heraus

Die Mnemotechnik bezeichnet verschiedene Merktechniken, die dabei helfen, verschiedene Listen, Namen, Zahlenreihen, Witze, Fremdsprachen, Einkaufslisten, Termine, Verkaufsargumente und vieles andere mehr, im Kopf zu behalten. Das Tolle daran ist, dass das Gedächtnis besser wird, je mehr diese Techniken verwendet werden (http://ow.ly/x8DFA).

Im Grunde geht es bei der Mnemotechnik darum, Eselsbrücken zu entwickeln. Das können einfache Merksätze, Reime oder Grafiken sein, aber auch komplexere Systeme, mit deren Hilfe man sich ganze Zahlenreihen einprägen kann.

 

Beispiele für Merksätze:

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ Dabei steht jeder der Anfangsbuchstaben für einen Planeten mit dem gleichen Anfangsbuchstaben. Das M in Mein für Merkur (sonnennächster Planet), das V in Vater für Venus (zweitnächster Planet von der Sonne aus), und so weiter für Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Hier wird vorausgesetzt, dass man die Planetennamen bereits kennt.

Um z.B. beim Notenlernen den Quintenzirkels im Gedächtnis zu behalten hilft der Satz: „Geh Du Alter Esel, Hol Fische“.

 

Mehr Informationen zur Entwicklung der Mnemotechnik, die es schon im antiken Griechenland gab, finden sich bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Mnemotechnik).

 

Bei allen Mnemotechniken zum Gedächtnistraining sind die folgenden Punkte wichtig:

  • Konzentration: Nur, wenn Sie sich auf die zu lernenden Informationen konzentrieren, können Sie diese auch im Gedächtnis behalten.
    (Weitere Informationen dazu: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Aufmerksamkeit.shtml)
  • Eigenes Interesse: Wenn Sie an einer Sache wirklich interessiert sind, können Sie sich Sachverhalte viel einfacher merken. Oftmals ist es schon sehr hilfreich, wenn Sie sich einmal die Fragen stellen, warum Sie sich die Infos merken wollen und wozu Sie die Infos noch verwenden können.
  • Visualisierung: Stellen Sie sich die zu merkenden Informationen als Bilder vor. Je verrückter und fantasievoller die Bilder, desto leichter können Sie die Informationen später abrufen.
  • Einbeziehung von Emotionen: Emotionen spielen eine große Rolle bei der Speicherung und auch beim Abrufen von Erinnerungen. Versuchen Sie, die Bilder mit Emotionen zu verknüpfen.
  • Einbeziehung aller Sinne: Trainieren Sie alle Ihre Sinne. Schließen Sie z.B. Ihre Augen und nehmen Sie Gerüche und Geräusche wahr und stellen Sie sich die Bilder vor Ihrem inneren Auge vor.
  • Wiederholung: Wiederholen Sie die zu merkenden Informationen immer wieder, damit sie im Gedächtnis hängen bleiben. (Weitere Infos dazu: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen.shtml)

 

Assoziationskette

Die Begriffe, die man sich merken möchte, werden in eine Geschichte eingebaut, so dass die richtige Reihenfolge erhalten bleibt. Man muss jedoch aufpassen, dass man keinen Teil der Geschichte vergisst, sonst stimmt die Kette nicht mehr. Zunächst erfassen Sie hierbei die zu merkenden Begriffe visuell.

Beispiel: Merken Sie sich die folgenden Begriffe: Tiger, Herz, Diadem, Säge
Diese Begriffe werden zu einer Geschichte verknüpft: Ein Tiger verliebt sich (Herz) in eine Prinzessin (Diadem). Um zu ihr zu gelangen sägt er die Gitterstäbe seines Käfigs durch.

 

Zahl-Reim-System

Für jede Zahl merken Sie sich ein Wort, das sich auf die jeweilige Zahl reimt. Welche Worte Sie dafür hernehmen spielt keine Rolle. Am besten funktioniert die Technik, wenn Sie sich Worte aussuchen, die Sie sich gut bildlich vorstellen können.

Beispiel: Eins=Schwein, Zwei=Hai, Drei=Sauerei, Vier=Stier, Fünf=Schlümpf, Sechs=Hex, Sieben=Rüben, Acht=Nacht, Neun=Scheun, Zehn=Ren

Prägen Sie sich Ihre Merkwörter gut ein, indem Sie sie immer wieder durchgehen und zählen – vorwärts und rückwärts. Dabei stellen Sie sich jedes einzelne Wort als Bild vor. Dabei können Sie Größe und Farbe variieren. Wenn Sie sich nun eine Zahlenreihe merken müssen, tauschen Sie einfach die Zahlen gegen Ihre persönlichen Merkwörter aus und bauen Sie diese in eine kleine Geschichte ein.

Wollen Sie sich z.B. die Durchwahl des Kollegen merken (267), dann käme in der Geschichte ein Hai, eine Hexe und Rüben vor. Die Geschichte könnte dann folgendermaßen lauten: Der Kollege könnte beim schwimmen von einem Hai angegriffen werden, der dann von einer Hexe in eine Rübe verwandelt wird. Gerade weil diese Geschichte so merkwürdig ist, lässt sie sich gut einprägen.

 

Zahl-Form-System

Diese Methode funktioniert vom Prinzip her wie das Zahl-Reim-System. Statt dass sich die Merkworte auf die Zahl reimen, besitzen Sie eine ähnliche Form wie die jeweilige Zahl.

Auch hier merken Sie sich die Bilder, die Sie zuvor den Zahlen zugeordnet haben.

 

Für komplexere Zahlenreihen gibt es das Majorsystem (Zahl-Wort-System).

 

In den folgenden Büchern finden Sie weitere Infos zum Thema Gedächtnistraining:

AGADUGU Marketing&Design, Marketing und Design für kleine Unternehmen, Freiberufler und Vereine

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Veröffentlicht in Buch-Tipp, Gedächtnistraining, Kommunikation

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