Ideenfindung und Kreativitätstechniken III: Mindmapping

Mindmaps lassen sich immer und überall erstellen. Sie brauchen dazu nur Stift und Papier. Die Methode ist einfach, schnell zu erlernen und kann universell eingesetzt werden.

Mindmap 1

Mindmap zum Thema „Sonne“

Beim Anlegen einer Mindmap wird das Prinzip der Assoziation angewendet. Dabei ist ein freier Gedankenfluss sehr wichtig.

Mit Hilfe von Mindmaps können die verschiedensten Themen visuell dargestellt werden. Das kann zum Planen sehr hilfreich sein oder einfach nur beim Mitschreiben.

Wichtig ist, beim Anlegen von Mindmaps weißes Papier (also ohne Linien oder Kästchen) im Querformat zu verwenden. Da Mindmaps riesige Ausmaße annehmen (können), verwenden Sie am besten gleich ein großes Stück Papier (z.B. A3).

Schreiben Sie das Thema in die Mitte. Wenn möglich, zeichnen Sie den Begriff daneben. Versuchen Sie auch bei abstrakteren Themen eine kleine Skizze neben den Begriff zu setzen – das prägt ein.

Von der Mitte ausgehend wird für jeden Unterpunkt eine Linie gezeichnet. Schreiben Sie die Schlüsselworte zu den Unterpunkten auf die Linien. Am besten mit Großbuchstaben/ Druckbuchstaben – das erhöht die Lesbarkeit. Überlegen Sie dabei nicht allzu lange, sondern schreiben, was Ihnen als erstes in den Sinn kommt.

Ausgehend von den Linien mit den Unterpunkten zeichnen Sie Linien, die von den Unterpunkten abzweigen. Die Unterpunkte werden also untergliedert. Von diesen Linien gehen nun wieder Linien aus usw.

Arbeiten Sie mit verschiedenen Farben. Das erhöht die Übersichtlichkeit. Sie können z.B. für jedes Hauptthema eine andere Farbe verwenden. Zusammenhängende Gedanken und Ideen können ebenfalls mit derselben Farbe markiert werden.

Mit Hilfe von zusätzlichen Anmerkungen können Sie Inhalte und Prozesse erläutern.

Arbeiten Sie auch mit Symbolen. Das macht es einfacher, den Inhalt zu erfassen. Skizzieren Sie z.B. Pfeile, geometrische Formen, Ausrufezeichen, Fragezeichen oder sonstige Bilder.

Um den freien Gedankenfluss zu gewährleisten, sollten Sie nicht lange überlegen, um einen Zweig zu vervollständigen. Das können Sie später immer noch tun, wenn Sie die Mindmap nochmals skizzieren.

Mindmap 2

Mindmap zum Thema „Garten“

Vorteile einer Mindmap

  • Das Hauptthema kann sehr schnell erfasst werden. Probleme können vereinfacht und damit leicht verständlich dargestellt werden. Man kann sich durch die Verwendung von einigen Schlüsselwörtern auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Durch die Verästelung wird eine Strukturierung vorgenommen ebenso wie eine Hierarchisierung.
  • Durch die grafische Darstellung können Lücken leicht erkannt werden.
  • Eine Mindmap kann immer weiter wachsen.
  • Ideen, die zusammen gehören können mit Hilfe von Farbe leicht sichtbar gemacht werden.

Ich persönlich finde es am einfachsten, Mindmaps auf Papier anzulegen, da hier die Gedanken freier fließen können und nicht vom Computer eingeschränkt werden. Fertige Mindmaps können leicht vom Papier in den Computer übertragen werden. Dazu gibt es sowohl kostenpflichtige, als auch kostenlose Software. Dazu bald mehr in einem separaten Artikel.

Seien Sie gewarnt, Mindmapping kann schnell zur Sucht werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, werden Sie immer effektiver im Erstellen von Mindmaps und erstellen womöglich zu allen Ihren Problemen eine Mindmap. Eine Mindmap an sich löst aber noch nicht das ursprüngliche Problem.

Mindmaps sind sehr individuell. Sie sind quasi ein Abbild Ihrer Gedanken. Sie können zwar zu neuen Ideen anregen, aber nicht Ihre Gedanken ersetzen. Die eigentliche Bedeutung einer Mindmap erschließt sich nur für denjenigen, der sie erstellt hat. Wenn Sie also Mindmaps von anderen verwenden, lassen Sie sich diese ganz genau erklären.

Komplizierte Sachverhalte können mit Mindmaps einfach dargestellt werden und auf Schlüsselbegriffe reduziert werden. Hinter diesen Schlüsselbegriffen verstecken sich dann Probleme, die auf der Mindmap nicht sichtbar werden. Zudem wird eine Ordnung suggeriert, die vielleicht gar nicht vorhanden ist. Seien Sie also auf der Hut.

Hier noch ein  Video zum Thema Mindmapping mit Tony Buzan, dem Erfinder der Mindmap

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Veröffentlicht in Ideenfindung, Kreativitätstechniken, Mindmapping
One comment on “Ideenfindung und Kreativitätstechniken III: Mindmapping
  1. Justin sagt:

    Netter Artikel. Kann nicht schaden, sich damit detailierter zu befassen. Ich werde bestimmt auch weitere Posts lesen.

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