Mit ‘Youtube’ getaggte Artikel

Schnelle Reaktion mit personalisierten Videos über social media – Old Spice riecht nach Erfolg auf der ganzen Linie

20. Juli 2010

Bei Werbung über social media ist Schnelligkeit wichtig. Es gibt nicht viele Firmen, die schnell sind und dann noch gleichzeitig Inhalte liefern, die ansprechend sind. Ein Unternehmen, das dies geschafft hat, ist Old Spice – mit der Werbung für Body Wash und Deodorant für Männer. Old Spice gehört zum Procter&Gamble-Konzern.

Der Old Spice-Werbeclip „The Man Your Man Could Smell Like“ mit Isaiah Mustafa wurde am 4.2.10 auf Youtube veröffentlicht und seitdem fast 15 Millionen mal angeschaut. Am 29.6.10 wurde der Clip „Questions“ eingestellt. Wie der Darsteller aus dem Werbeclip im Interview erzählt, kommt der gesamte Clip ohne Computeranimationen aus und besteht aus einer einzigen Aufnahme. Es dauerte Tage, um das Set in Vallermo, Kalifornien, zu bauen.


Vor einer Woche gab es dann mit personalisierten Videos auf dem Youtube-Kanal OldSpice (unter Uploads) einen richtigen Old Spice-Hype im Internet. Old Spice ließ den charmanten, gutaussehenden „Old Spice Guy“ mit nacktem Oberkörper und Handtuch um die Hüften auf Tweets antworten bzw Stellung nehmen. Da kam es dann sogar zu kleineren Konversationen und sogar Flirts zwischen Twitter-Nutzerinnen und dem Old Spice Guy. Der Old Spice Guy antwortete auch auf Fragen, die die verschiedensten Leute twitterten. Dabei sind seine Videoantworten zeitnah – zumeist noch am selben Tag! Dabei entstanden mehr als 150 Youtube-Videos innerhalb von 24 Stunden.

Die Videoantworten sind meist zwischen 20 und 60 Sekunden lang, gehen auf die Nutzer-Reaktion (Tweets, Youtube-Kommentare, Blog-Einträge, Facebook-Kommentare, Reddit-Kommentare u.a.) ein und enthalten einiges an Charme und Witz und sind auch noch sexy.
Witzig sind auch die Videoantworten auf die Twitterfrage von @isaiahmustafa, dem Schauspieler, der den Old Spice Guy spielt oder auch die Frage von Haley Mustafa (die Tochter des Schauspielers), warum der Old Spice Guy wie ihr Vater aussieht.

Eine Frage bleibt jedoch offen: Wer ist die Zielgruppe der Old Spice Werbespots?
Old Spice Guy spricht die „Ladies“ an. Die Produkte sind jedoch für Männer. Old Spice Guy ist auf jeden Fall ein absoluter Frauenschwarm – vielleicht sollen Männer ja auf ihn neidisch werden und die Old Spice Produkte kaufen? Oder Frauen sollen sich angesprochen fühlen und die Old Spice-Produkte für ihre Männer kaufen?

Guerilla-Marketing für NPOs mit Hilfe von Facebook, Youtube und traditionellen Medien

11. Mai 2010

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Greenpeace ist bekannt für Guerilla-(Marketing-)Aktionen. Die Organisation rief unlängst dazu auf, die Firma Nestlé zu boykottieren. Greenpeace-Aktivisten unterwanderten u.a. die Facebook-Fanseite und bombardierten Nestlé mit Aufrufen, die Verwendung von Palmöl zu stoppen.
Hintergrund der Greenpeace-Aktionen ist die Verwendung von Palmöl in Nestlés Lebensmitteln. Laut Greenpeace wird für den Anbau von Palmöl in Indonesien wertvoller Regenwald zerstört, wodurch bedrohte Tierarten, wie z.B. der Orang-Utan, ihre Lebensgrundlage verlieren. Nestlé sicherte zwar anlässlich seiner Jahreshauptversammlung zu, sich für einen Stopp der Regenwaldabholzung einzusetzen. Laut Greenpeace hat sich jedoch noch nichts geändert.

Es ist toll, wie einfach Firmen in den sozialen Netzwerken (Social Media) im Internet Fans finden. Diese Fans verfolgen genau, was die Firma macht – und das sogar freiwillig. Fanseiten auf Facebook können innerhalb von Minuten eingerichtet werden. Die Firma oder Organisation kann dort die neuesten Meldungen veröffentlichen, etwa wenn ein neues Produkt an den Start geht. Diese Meldungen können auch kommentiert werden, Fans können ebenfalls Fotos und Videos hochladen.
Dies ist aber auch eine heikle Angelegenheit, denn die Sympathie der Anhänger kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Dies kann passieren, wenn die Firma oder Organisation nicht genau das tut, was sie ihren Fans verspricht. Oder auch, wie im Falle von Nestlé, wenn eine andere Gruppe zum Boykott aufruft und die Facebook-Fanseite quasi unterwandert.

Auch mit einem einem Youtube-Video gegen die Verwendung von Palmöl machte Greenpeace auf sich aufmerksam. Dieses Video und andere wurde über Facebook und andere soziale Netzwerke weiterverbreitet.

Während des jährlichen Treffens der Nestlé-Aktionäre in Lausanne in der Schweiz im April protestierten Greenpeace-Aktivisten vor dem Gebäude in Orang-Utan-Kostümen. Auch Plakate wurden angebracht, um die Aktionäre auf die Problematik auf merksam zu machen.

Eine weitere kreative Guerilla-Aktion der Greenpeace-Aktivisten war der Protest im April vor der Nestlé-Zentrale in Frankfurt, wo auf einer Großbildleinwand Twittermeldungen, die im Greenpeace-Kanal eingingen, in Echtzeit übertragen wurden.

Nun haben die Greenpeace-Aktivisten, die bislang eher auf die sozialen Medien im Internet setzten, zu einem eher traditionellen Marketing-Instrument gegriffen: In verschiedenen Städten Deutschlands wurden die bekannten Kitkat-Schokoriegel der Firma Nestlé mit Aufklebern beklebt, auf denen ein Orang Utan um Hilfe ruft. Diese Aktionen führten zu einer Reaktion der Tageszeitungen, was zur Folge hat, dass auch diejenigen, die von den Greenpeace-Protesten bislang noch nichts gehört hatten, informiert wurden.
(Bericht in den Halle-Nachrichten, Bericht im Donaukurier, Bericht in food-news, Bericht in der Welt Online)

Dies zeigt, dass sich Guerilla-Marketing mit Hilfe neuer Medien wie Facebook und Youtube mit eher traditionellerem Guerilla-Marketing, wie Proteste vor Firmengebäuden und das großflächige Verteilen von Aufklebern gut verbinden lässt. Die Verbindung hat den Vorteil, dass diejenigen, denen die sozialen Netzwerke im Internet noch fremd sind und die deshalb nichts von der vorangegangenen Facebook- und Youtube-Aktion mitbekommen haben, ebenfalls auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.

Als Firma sollte man immer daran denken, dass das Internet nichts vergisst und mittlerweile Massen damit angesprochen werden. In Zukunft werden Unternehmen hoffentlich fähigere Mitarbeiter für Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit/PR in den sozialen Netzwerke einsetzen, damit auf solche Aktionen intelligenter reagiert werden kann. Für Nestlé ist zu spät: Nestlés Vertrauenswürdigkeit ist dahin und Greenpeace hat es vermutlich geschafft, die Reputation der Firma und der Marke Nestlé langfristig zu schädigen – Imageschäden lassen sich schwer reparieren.

Test der firmeneigenen Produkte als virale Marketingkampagne

12. April 2010

Die Firma Blendtec aus West Orem in Utah (USA),  die Mixer, Rührgeräte, Küchenmaschinen und Mühlen für den kommerziellen, sowie den privaten Gebrauch herstellt und vertreibt,  ist sehr erfolgreich mit ihrer viralen Marketingkampagne “Will it blend?”.

Die Firma betreibt eigene Webseiten (www.blendtec.com, totalblender.com), ist aktiv auf Twitter (twitter.com/blendtec) und Facebook (www.facebook.com/BlendTec), hat eigene YouTube-Kanäle (www.youtube.com/user/Blendtec, www.youtube.com/user/InsideBlendtec) und betreibt einen Video-Blog (www.blendtec.com/willitblend). Die Firma stellt für Kunden und Interessierte auch Rezepte und “Healthy Eating”-Tipps über die eigene Webseite, sowie Facebook online.

Auf dem firmeneigenen Video-Blog mit dem Namen “Will it blend?” (zu deutsch: Lässt es sich mixen?) wird getestet, welche Produkte sich in den firmeneigenen Mixern zerkleinern lassen. Tom Dickson, der Gründer von Blendtec, schmeisst dabei in jedem Video ein oder mehrere Produkte in den Mixer. Bücher,  Softairwaffen, Laserpointer, Kameras, Camcorder, Gemälde,  Autoteile, Leuchtstäbe, Ski aber auch Obst, Gemüse und sonstige Lebensmittel. Die Blendtec-Geräte zerkleinern dabei scheinbar alles, bis nur noch Staub übrig bleibt. Dickson zerkleinerte schon iPhones  – das YouTube-Video der Zerkleinerung des iPhone wurde bislang über 8 Millionen mal aufgerufen, immerhin fast 4,5 Millionen Besucher schauten sich die Zerkleinerung des iPhone3G an. Besonders erfolgreich ist das neueste Video der Firma, das die Zerkleinerung des neuen Apple iPad zeigt. Das Video wurde erst am 5. April online gestellt, hat aber jetzt schon fast 3 Millionen Aufrufe zu verzeichnen.

Alle “Will it Blend?”-Videos der Firma sind dabei nach dem selben Schema aufgebaut und enthalten den Firmennamen, was den Wiedererkennungswert erhöht. Die “Will it blend?”-Kampagne läuft sehr erfolgreich seit 2006. Die Firma konnte seit Beginn der Kampagne einen deutlichen Umsatzzuwachs verzeichnen. Mittlerweile gibt es für die Kampagne sogar eine  eigene Seite auf Wikipedia (en.wikipedia.org/wiki/Will_It_Blend).

Soziale Netzwerke für kleine Unternehmen und Organisationen

19. Januar 2010

Täglich tauschen wir viele Informationen in soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, MySpace, Twitter oder Youtube aus. Warum also nicht diese sogenannten Online-Communities auch als Marketing-Instrument nutzen? Millionen von Menschen treffen sich in sozialen Netzwerken, um Informationen mitzuteilen oder Videos und Fotos für andere verfügbar zu machen. Unternehmen und Vereine können ebenfalls ihre aktuellen Meldungen und Informationen in diesen Online-Communities verfügbar machen.

Effektive Werbung durch Marketing-Mix

Der effektivste Weg um Kunden zu gewinnen ist eine Mischung aus Online-und Offline-Medien – das verbindet reales Leben mit virtuellem Leben im Internet. Diese Kombination könnte Ihr Erfolg werden!
Ein sehr positiver Aspekt ist, dass Firmen und Vereine über diese Internet-Communities mehr personalisierte Werbung durch sog. Cluster (Ermittlung von Grupppen) erstellen können. In den verschiedenen sozialen Netzwerken könnten das Aufteilung in Alter, Geschlecht, Region oder Interessen wie Hobbys, Arbeit usw. Daher sollten soziale Netzwerke genutzt werden, um Nischenprodukte mit sehr spezifischen und individuellen Zielmärkten fördern. Es ist nicht einfach, mit diesem Ansatz alltägliche Produkte zu verkaufen. Die Ermittlung von Gruppen sollte ein leichtes Unterfangen sein, da viele Menschen alles über ihr Leben in ihr Profil in Online-Communities aufnehmen.


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