Mit ‘Öffentlichkeitsarbeit’ getaggte Artikel

Veröffentlichung Ihrer Pressemitteilungen im Internet II – Kostenlose Online-Presseportale

19. Oktober 2010

In welche der angegebenen Presseportale Sie Ihre Pressemitteilungen einstellen bleibt Ihnen überlassen. Sie werden vermutlich keine Zeit haben, Ihre Pressemitteilungen immer in allen Diensten hochzuladen. Deshalb sollten Sie einige Presseportale, die Ihnen zusagen, heraussuchen. Falls Sie zusätzliche Dienste benötigen, sollten Sie das natürlich ebenfalls bei Ihrer Auswahl berücksichtigen.

Einige Portale bieten sogar zusätzliche Dienste (Suchmaschinenoptimierung Ihrer Meldung, Versand per E-Mail an Abonnenten, Übermittlung an RSS-Verzeichnisse, Veröffentlichung bei Twitter, …) kostenlos an. Ziehen Sie auch dies in Betracht.
Je mehr der Presseportale Ihre Mitteilung veröffentlichen, desto besser sind Sie in Zukunft verlinkt. Zudem werden Sie so immer besser über die Suchmaschinen gefunden.
Für die Benutzung einiger Portale ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Für andere müssen Sie nichts tun, außer Ihre Pressemitteilung dort einzustellen.

Hier können Sie kostenfrei Ihre Pressemitteilungen einstellen (sortiert nach eingestellten Meldungen – angefangen mit dem Presseportal, auf dem sich die meisten Meldungen finden):

Bei diesen kostenlosen Diensten ist unklar, wieviele Meldungen bereits eingestellt sind:

Diese kostenlosen Portale werden im Ausland betrieben (was aber nicht heißt, dass Sie deswegen besser oder schlechter, als die anderen Portale sind):

PR/Öffentlichkeitsarbeit: Wie Sie es mit Ihrem Verein oder Ihrem Unternehmen in die Medien schaffen

22. Juli 2010

In die Medien (Zeitungen, Radio, Fernsehen, …) schaffen Sie es mit interessanten Ereignissen bzw. Anlässen, wie z.B. ein Jubiläum, eine Produkteinführung, große Investitionen, Personalveränderungen.

Wenn keine Ereignisse vorhanden sind, müssen welche geschaffen werden. Veranstalten Sie z.B. einen Tag der offenen Tür oder halten Sie Vorträge. Sie können bestimmten Medien (z.B. Fachzeitschriften) Vorschläge für einen Fachartikel zu einem bestimmten Thema machen, als Experte/Expertin auftreten oder selbst einen Fachartikel schreiben. Eine weitere Möglichkeit, ist es Ihren Kunden etwas ganz besonderes zu bieten, wie z.B. eine Expertenhotline, ein kostenloses Buch oder auch ein Gewinnspiel.

Wichtig ist dabei, dass das Ereignis bzw. der Anlass interessant ist und die Aufmerksamkeit der Leser/Zuschauer weckt. Wenn Sie also eine Bäckerei in einer Stadt eröffnen, in der es schon hunderte gibt, wird das weder die Medien, noch die Zeitungsleser interessieren. Wenn Sie aber eine Bio-Bäckerei eröffnen, in der Leute auch ihr Brot selbst backen können, dann ist das etwas Nichtalltägliches, das die Medien sicherlich aufgreifen werden.
Veranstalten Sie Events in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Organisationen. Gestalten Sie auf diese Art und Weise ungewöhnliche Veranstaltungen.

Achten Sie aber immer darauf, dass Ihre PR-Aktionen zu Ihrem Unternehmen/Verein passen.

Machen Sie nicht den Fehler, regionale und lokale Medien, wie Tageszeitungen zu unterschätzen. Viele Leute haben lokale Tageszeitungen abonniert – wegen dem Lokalteil. Lassen Sie also die lokale Presse ebenfalls wissen, was Sie als Unternehmen oder Verein so tun.

Mögliche Inhalte für Ihre Pressemitteilungen könnten die folgenden sein:

  • Nachrichten über die Entwicklung von neuartigen, innovativen Produkten
  • Nachrichten über die Entwicklung von Produkten für einen speziellen Anlass, wie z.B. WM-Würstchen
  • Nachrichten, die schwerwiegende Folgen haben
  • Ungewöhnliche Neuigkeiten, Nichtalltägliches
  • Stellungnahmen oder Informationen zu einem aktuellen Thema, das viele Leute interessiert/angeht
  • Nachrichten über Rekordversuche (z.B. das Bayerische Rote Kreuz, das an zwei Tagen 400 neue Blutspender/innen gewinnt)
  • Die Beteiligten sind Personen der Öffentlichkeit
  • Studienergebnisse, Testergebnisse, Marktübersichten
  • Nachrichten, die einen Nutzen haben, wie z.B. Veranstaltungshinweise

Briefpapier – am besten professionell gedruckt auf Reyclingpapier

1. Juli 2010

Als Unternehmen oder Verein und auch als Freiberufler sollten Sie sich immer Gedanken um Ihr Auftreten machen. Dies sollte möglichst professionell sein. Deshalb sollten Sie auf jeden Fall Briefpapier für Ihre Korrespondenzen verwenden. Sie sollten sich auch überlegen, Ihr Briefpapier professionell drucken zulassen.

Egal, ob Sie Ihr Briefpapier selbst drucken oder es drucken lassen, verwenden Sie dafür etwas besseres Papier. Die meisten Leute verwenden billiges Kopierpapier mit einer Stärke von 80g/m². Für einen professionellen Auftritt ist dies allerdings nicht unbedingt geeignet. Probieren Sie verschiedene Papiere aus – stellen Sie sicher, dass Sie eines auswählen, auf dem die Druckertinte von Tintenstrahldruckern nicht verläuft. Überlegen Sie sich, ein etwas dickeres Papier z.B. mit 90g/m² zu verwenden. Achten Sie aber darauf, dass Sie mit dem Gewicht des Papiers nicht die Gewichtsgrenze für normale Standardbriefe überschreiten. Ansonsten müssen Sie mehr Porto zahlen.

Es gibt mittlerweile auch sehr schöne (weiße) Papiere aus 100% Altpapier – damit können Sie aktiv zum Umweltschutz beitragen. Sollte Ihnen ein reines Altpapier nicht gefallen, können Sie stattdessen ein FSC-zertifiziertes Papier verwenden. Die Abkürzung FSC steht für Forest Stewardship Council. Rohstoffe für Papiere mit diesem Label stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Wenn Sie eine größere Menge Briefpapier professionell drucken lassen, überlegen Sie sich, welche Informationen aktuell bleiben. Es macht z.B. wenig Sinn, eine Adresse aufzudrucken, die sich kurze Zeit später ändern wird.

Auch wenn der Druck einer höheren Auflage nur geringfügig teurer wird – lassen Sie sich nicht verführen zuviele Briefbogen zu drucken. Ansonsten haben Sie Jahre später noch Briefpapier, das Ihnen eigentlich schon lang nicht mehr gefällt.

Pressearbeit statt Marketing

24. Juni 2010

Nutzen Sie Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit statt für Marketing zu bezahlen.

Artikel in der Presse werden viel eher gelesen, als Anzeigen. Anzeigen werden bewusst als Werbung wahrgenommen und deshalb weniger beachtet. Presseberichte dagegen werden von mehr als nur Ihrer Zielgruppe gelesen. Zudem sind sie glaubwürdiger als Werbeanzeigen, was dadurch zustande kommt, dass Werbeanzeigen von Werbefachleuten gestaltet werden, wogegen Presseberichte von (unabhängigen) Journalisten geschrieben werden.

In einem Presseartikel kann Ihr Unternehmen oder Ihr Verein richtig ausführlich dargestellt werden, sogar mit Foto. In einer Anzeige ist das dagegen etwas schwieriger und nur gegen viel Geld möglich. Presseberichte sind kostenlos, wogegen Sie für eine Werbeanzeige mitunter sehr viel Geld hinlegen müssen. Mit der richtigen Pressearbeit machen Sie nicht nur Ihr Unternehmen oder Ihren Verein bekannt, sondern auch Ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie bauen sich damit auch ein unverwechselbares und glaubwürdiges Image auf, mit dem Sie vor allem langfristig mehr Kunden gewinnen.

Anzeigen dagegen verhelfen Ihnen vielleicht zu größerer Bekanntheit. Aber was hilft es Ihnen, bekannt zu sein, wenn Sie auf Ihre potenziellen Kunden nicht glaubwürdig wirken?

Stellen Sie also sicher, dass die Medien über Sie berichten und nicht über Ihre Konkurrenz. Das können Sie z.B. tun, indem Sie die verschiedenen Medien (Zeitung, Fernsehen, Radio) mit Material, wie z.B. Pressemitteilungen, versorgen. Veranstalten Sie interessante Events, zu denen die Medien eingeladen werden. Sie können einen Spendenlauf für einen guten Zweck organisieren, in Ihrer Organisation einen Tag der offenen Tür veranstalten oder als Unternehmen eine gemeinnützige Organisation (NPO = non-profit organization) unterstützen. Achten Sie darauf, dass alle Veranstaltungen dem Zweck Ihrer Organisation gerecht werden bzw. mit Ihren Unternehmenszielen zu tun haben. Wenn Sie eine Organisation unterstützen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Organisation zu Ihrem Unternehmen und den Entscheidungen der Geschäftsführung passt und umgekehrt. Es macht wenig Sinn, als Tabakladen eine Nichtraucherorganisation zu unterstützen.

Veröffentlichen Sie zu jeder Veranstaltung eine kurze Pressemitteilung mit passendem Foto. Wenn die regionale Tageszeitung dann Ihre Mitteilung aufgreift und über Ihre Veranstaltung berichtet, ist das sehr viel mehr wert, als jedes Marketing in Form einer Werbeanzeige.

Guerilla-Marketing für NPOs mit Hilfe von Facebook, Youtube und traditionellen Medien

11. Mai 2010

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Greenpeace ist bekannt für Guerilla-(Marketing-)Aktionen. Die Organisation rief unlängst dazu auf, die Firma Nestlé zu boykottieren. Greenpeace-Aktivisten unterwanderten u.a. die Facebook-Fanseite und bombardierten Nestlé mit Aufrufen, die Verwendung von Palmöl zu stoppen.
Hintergrund der Greenpeace-Aktionen ist die Verwendung von Palmöl in Nestlés Lebensmitteln. Laut Greenpeace wird für den Anbau von Palmöl in Indonesien wertvoller Regenwald zerstört, wodurch bedrohte Tierarten, wie z.B. der Orang-Utan, ihre Lebensgrundlage verlieren. Nestlé sicherte zwar anlässlich seiner Jahreshauptversammlung zu, sich für einen Stopp der Regenwaldabholzung einzusetzen. Laut Greenpeace hat sich jedoch noch nichts geändert.

Es ist toll, wie einfach Firmen in den sozialen Netzwerken (Social Media) im Internet Fans finden. Diese Fans verfolgen genau, was die Firma macht – und das sogar freiwillig. Fanseiten auf Facebook können innerhalb von Minuten eingerichtet werden. Die Firma oder Organisation kann dort die neuesten Meldungen veröffentlichen, etwa wenn ein neues Produkt an den Start geht. Diese Meldungen können auch kommentiert werden, Fans können ebenfalls Fotos und Videos hochladen.
Dies ist aber auch eine heikle Angelegenheit, denn die Sympathie der Anhänger kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Dies kann passieren, wenn die Firma oder Organisation nicht genau das tut, was sie ihren Fans verspricht. Oder auch, wie im Falle von Nestlé, wenn eine andere Gruppe zum Boykott aufruft und die Facebook-Fanseite quasi unterwandert.

Auch mit einem einem Youtube-Video gegen die Verwendung von Palmöl machte Greenpeace auf sich aufmerksam. Dieses Video und andere wurde über Facebook und andere soziale Netzwerke weiterverbreitet.

Während des jährlichen Treffens der Nestlé-Aktionäre in Lausanne in der Schweiz im April protestierten Greenpeace-Aktivisten vor dem Gebäude in Orang-Utan-Kostümen. Auch Plakate wurden angebracht, um die Aktionäre auf die Problematik auf merksam zu machen.

Eine weitere kreative Guerilla-Aktion der Greenpeace-Aktivisten war der Protest im April vor der Nestlé-Zentrale in Frankfurt, wo auf einer Großbildleinwand Twittermeldungen, die im Greenpeace-Kanal eingingen, in Echtzeit übertragen wurden.

Nun haben die Greenpeace-Aktivisten, die bislang eher auf die sozialen Medien im Internet setzten, zu einem eher traditionellen Marketing-Instrument gegriffen: In verschiedenen Städten Deutschlands wurden die bekannten Kitkat-Schokoriegel der Firma Nestlé mit Aufklebern beklebt, auf denen ein Orang Utan um Hilfe ruft. Diese Aktionen führten zu einer Reaktion der Tageszeitungen, was zur Folge hat, dass auch diejenigen, die von den Greenpeace-Protesten bislang noch nichts gehört hatten, informiert wurden.
(Bericht in den Halle-Nachrichten, Bericht im Donaukurier, Bericht in food-news, Bericht in der Welt Online)

Dies zeigt, dass sich Guerilla-Marketing mit Hilfe neuer Medien wie Facebook und Youtube mit eher traditionellerem Guerilla-Marketing, wie Proteste vor Firmengebäuden und das großflächige Verteilen von Aufklebern gut verbinden lässt. Die Verbindung hat den Vorteil, dass diejenigen, denen die sozialen Netzwerke im Internet noch fremd sind und die deshalb nichts von der vorangegangenen Facebook- und Youtube-Aktion mitbekommen haben, ebenfalls auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.

Als Firma sollte man immer daran denken, dass das Internet nichts vergisst und mittlerweile Massen damit angesprochen werden. In Zukunft werden Unternehmen hoffentlich fähigere Mitarbeiter für Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit/PR in den sozialen Netzwerke einsetzen, damit auf solche Aktionen intelligenter reagiert werden kann. Für Nestlé ist zu spät: Nestlés Vertrauenswürdigkeit ist dahin und Greenpeace hat es vermutlich geschafft, die Reputation der Firma und der Marke Nestlé langfristig zu schädigen – Imageschäden lassen sich schwer reparieren.

iPad marketing vs. WePad marketing

29. April 2010

Viele Dinge die bei jedem Laptop als Standard gelten sind bei Apples iPad nicht vorhanden. So z.B. USB- oder Bildschirm-Anschlüsse, Multitaskingfähigkeit oder Unterstützung von Flash. Das deutsche WePad kann mit all diesem und noch viel mehr aufwarten. Sollte Apple also langsam Angst bekommen?

Die WePad GmbH, die das WePad vertreibt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Neofonie GmbH und der 4tiitoo AG. Der Verkauf des WePad soll diesen Sommer starten – deutlich günstiger als das iPad: 570€ für das WePad 3G mit 32GB, das iPad 3G mit 32 GB wird um die 730€ kosten. Die Akkulaufzeit liegt mit sechs Stunden zwar unter der des iPad mit 10 Stunden. Jedoch ist das Display des WePad größer als das des Apple iPad, es hat einen schnelleren Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und sogar eine Webcam, die dem iPad komplett fehlt.

Dies klingt alles so, als könnte das WePad das iPad jederzeit mit Leichtigkeit übertrumpfen. Als die WePad GmbH das WePad jedoch zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte, glaubten alle an einen Scherz, da auf dem Gerät nur eine Video-Präsentation ablief. Der Andrang zur ersten Präsentation war gewaltig – die Enttäuschung oder Verwirrung davor und danach ebenfalls. Der Pressetermin war schlecht vorbereitet und das Gerät um das es ging wurde erst ein paar Minuten vor Beginn der Pressekonferenz angeliefert.

Oder war das Disaster bei der Präsentation nur ein Publicity Stunt der Firma WePad GmbH? Nein, bestimmt nicht, wie ein Video der eigenartigen WePad-Vorstellung in Berlin zeigt – inklusive Fehlermeldung bei 1:31.. Denn diese PR-Katastrophe hat die Vorfreude auf das WePad doch sehr getrübt.

WePad’s Geschäftsführer setze bislang vor allem auf soziales Marketing. Auf Facebook werden alle Neuigkeiten der Firma sofort gepostet und auch die Webseite http://www.wepad.mobi weisst auf soziale Netzwerke hin. So sind bei Facebook bereits über 19.800 Leute eingetragen, denen das WePad gefällt. Fans eines Geräts, dass noch nie jemand in Händen gehalten hat. Woran erinnert uns das? Vielleicht ein klitzekleines bisschen an die Marketingstrategien von Apple?

Was wird aber aus den Fans, wenn die Firma so weitermacht mit Ihrer Öffentlichkeitsarbeit? Am Ende wenden sich ehemals begeisterte Fans gegen die Marke – noch bevor das WePad überhaupt auf den Markt kommt.

Die beiden Geschäftsführer der WePad GmbH stellten ihr Gerät jedenfalls nocheinmal den Bloggern und der Presse vor – diesmal funktionierte es.

Es besteht also noch Hoffnung, dass die mittelständische Firma WePad GmbH mit dem WePad  doch noch den absoluten Knüller landet und das iPad von Apple aushebelt. Eine Alternative zum iPad, auf dem ja nur Apple Software läuft, ist es mit der OpenOffice-Suite auf jeden Fall.


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