Archiv für die Kategorie ‘Guerilla-Marketing’

Guerilla-Marketing Idee: Erfreuen Sie zukünftige Kunden mit guter Musik

4. August 2010

Ein schönes Beispiel für Guerilla-Marketing begegnete mir vergangene Woche am Flughafen in Mcallen, Texas – in Form eines Country-Sängers.

Sänger macht Werbung für Ihr Unternehmen

Der Flughafen in Mcallen ist mit nur fünf Flugsteigen relativ klein. Dennoch kommen hier täglich viele Menschen vorbei – um Familie und Freunde zu verabschieden oder zu begrüßen. Statt der üblichen Hintergrundmusik über Lautsprecher, bekamen Besucherinnen und Besucher nun Live-Musik zu hören. In einer Ecke des Flughafens stand ein Country-Sänger, der sang und dazu Gitarre spielte. Sein Repertoire reichte dabei von Country- über Pop- bis hin zu Rock-Musik. Neben ihm stand eine Tafel, mit dem Hinweis auf den Hauptsponsor – ein lokaler Autohändler. In den kurzen Spielpausen wies der Sänger auf die Sponsoren hin – ausser dem Autohändler der örtliche Gewerbeverband, ein Restaurant sowie der Flughafen.
Überlegen Sie sich eine ähnliche Aktion und beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

  • Wählen Sie einen Ort, an dem möglichst viele Leute vorbeikommen und auch verweilen.
  • Suchen Sie sich einem Sänger bzw eine Sängerin, der/die gut singen kann – auch wenn der/die etwas teurer sein sollte. Von schlechtem Gesang hat niemand etwas – weder die Zuhörerinnen und Zuhörer, noch Sie selbst.
  • Je nach dem, welchen Ort Sie wählen, können Sie natürlich auch eine komplette Band oder ein Orchester auftreten lassen.
  • Wählen Sie einen Musikstil, je nachdem welches Publikum am gewählten Ort verweilt bzw wer Ihre Zielgruppe (Ihre Kunden) ist.
  • Kooperieren Sie mit anderen Unternehmen vor Ort und formen Sie Partnerschaften – so können Sie sich auch Kosten und die Organisation des Events teilen.
  • Überlegen Sie sich, wie Sie die Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Sponsoren aufmerksam machen können. Wie wollen Sie Ihr Unternehmen bewerben? Sie können Tafeln aufstellen, Poster aufhängen oder Sie lassen den Sänger die Sponsoren sagen bzw singen.
  • Sie können den musikalischen Auftritt klein halten (wie auf dem Flughafen Mcallen) oder etwas größer gestalten (z.B. mit einer großen Band, einer Bühne, kostenlosem Fingerfood o.ä.) – je nach Größe Ihres Budgets bzw je nach gewähltem Ort.

Guerilla-Marketing für NPOs mit Hilfe von Facebook, Youtube und traditionellen Medien

11. Mai 2010

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Greenpeace ist bekannt für Guerilla-(Marketing-)Aktionen. Die Organisation rief unlängst dazu auf, die Firma Nestlé zu boykottieren. Greenpeace-Aktivisten unterwanderten u.a. die Facebook-Fanseite und bombardierten Nestlé mit Aufrufen, die Verwendung von Palmöl zu stoppen.
Hintergrund der Greenpeace-Aktionen ist die Verwendung von Palmöl in Nestlés Lebensmitteln. Laut Greenpeace wird für den Anbau von Palmöl in Indonesien wertvoller Regenwald zerstört, wodurch bedrohte Tierarten, wie z.B. der Orang-Utan, ihre Lebensgrundlage verlieren. Nestlé sicherte zwar anlässlich seiner Jahreshauptversammlung zu, sich für einen Stopp der Regenwaldabholzung einzusetzen. Laut Greenpeace hat sich jedoch noch nichts geändert.

Es ist toll, wie einfach Firmen in den sozialen Netzwerken (Social Media) im Internet Fans finden. Diese Fans verfolgen genau, was die Firma macht – und das sogar freiwillig. Fanseiten auf Facebook können innerhalb von Minuten eingerichtet werden. Die Firma oder Organisation kann dort die neuesten Meldungen veröffentlichen, etwa wenn ein neues Produkt an den Start geht. Diese Meldungen können auch kommentiert werden, Fans können ebenfalls Fotos und Videos hochladen.
Dies ist aber auch eine heikle Angelegenheit, denn die Sympathie der Anhänger kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Dies kann passieren, wenn die Firma oder Organisation nicht genau das tut, was sie ihren Fans verspricht. Oder auch, wie im Falle von Nestlé, wenn eine andere Gruppe zum Boykott aufruft und die Facebook-Fanseite quasi unterwandert.

Auch mit einem einem Youtube-Video gegen die Verwendung von Palmöl machte Greenpeace auf sich aufmerksam. Dieses Video und andere wurde über Facebook und andere soziale Netzwerke weiterverbreitet.

Während des jährlichen Treffens der Nestlé-Aktionäre in Lausanne in der Schweiz im April protestierten Greenpeace-Aktivisten vor dem Gebäude in Orang-Utan-Kostümen. Auch Plakate wurden angebracht, um die Aktionäre auf die Problematik auf merksam zu machen.

Eine weitere kreative Guerilla-Aktion der Greenpeace-Aktivisten war der Protest im April vor der Nestlé-Zentrale in Frankfurt, wo auf einer Großbildleinwand Twittermeldungen, die im Greenpeace-Kanal eingingen, in Echtzeit übertragen wurden.

Nun haben die Greenpeace-Aktivisten, die bislang eher auf die sozialen Medien im Internet setzten, zu einem eher traditionellen Marketing-Instrument gegriffen: In verschiedenen Städten Deutschlands wurden die bekannten Kitkat-Schokoriegel der Firma Nestlé mit Aufklebern beklebt, auf denen ein Orang Utan um Hilfe ruft. Diese Aktionen führten zu einer Reaktion der Tageszeitungen, was zur Folge hat, dass auch diejenigen, die von den Greenpeace-Protesten bislang noch nichts gehört hatten, informiert wurden.
(Bericht in den Halle-Nachrichten, Bericht im Donaukurier, Bericht in food-news, Bericht in der Welt Online)

Dies zeigt, dass sich Guerilla-Marketing mit Hilfe neuer Medien wie Facebook und Youtube mit eher traditionellerem Guerilla-Marketing, wie Proteste vor Firmengebäuden und das großflächige Verteilen von Aufklebern gut verbinden lässt. Die Verbindung hat den Vorteil, dass diejenigen, denen die sozialen Netzwerke im Internet noch fremd sind und die deshalb nichts von der vorangegangenen Facebook- und Youtube-Aktion mitbekommen haben, ebenfalls auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.

Als Firma sollte man immer daran denken, dass das Internet nichts vergisst und mittlerweile Massen damit angesprochen werden. In Zukunft werden Unternehmen hoffentlich fähigere Mitarbeiter für Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit/PR in den sozialen Netzwerke einsetzen, damit auf solche Aktionen intelligenter reagiert werden kann. Für Nestlé ist zu spät: Nestlés Vertrauenswürdigkeit ist dahin und Greenpeace hat es vermutlich geschafft, die Reputation der Firma und der Marke Nestlé langfristig zu schädigen – Imageschäden lassen sich schwer reparieren.

Facebook-Nutzer sind keine Teenager

1. März 2010

Laut einer Studie, durchgeführt von der Firma Royal Pingdom sind 25% der Social Media-Nutzer zwischen 35 und 44 Jahre alt. Nur 24% der Nutzer sind unter 25. Der durchschnittliche Nutzer ist 37 Jahre alt.

Die Firma untersuchte auch die Altersstruktur von Facebook. Interessanterweise liegt das Durchschnittsalter von Facebook-Nutzern bei 38, das von LinkedIn-Nutzern bei 44 und das von MySpace-Nutzern bei 31. Der durchschnittliche Twitter-Nutzer ist um die 39 Jahre alt.

In einer anderen Studie, die die Firma schon 2009 durchführte, kam heraus, dass 84% der Social Media-Seiten (Facebook, Twitter, MySpace,…) mehr weibliche als männliche Nutzer haben. 64% der MySpace-Nutzer sind weiblich. Dagegen ist das Verhältnis männlich-weiblich bei Facebook (57% weiblich) und Twitter (59% weiblich) relativ ausgewogen.

Wenn Sie schon Werbung über social media betreiben oder dies in naher Zukunft vorhaben, sollten Sie an diese Statistiken denken. Überlegen Sie sich, ob Sie hier wirklich Ihre Zielgruppe erreichen.

Problematik des Guerilla Marketing

27. Oktober 2009

Viele Museen greifen immer wieder auf Guerilla Marketing zurück. Eine sehr beliebte Methode ist es, Graffiti auf den Gehweg zu sprühen. Das ist relativ wenig Aufwand und preiswert. Meist wird jedoch Farbe verwendet, die lange Zeit hält. Graffiti auf Gehweg - 'Wilhelm Busch im Edwin Scharff Museum'

So auch z.B. in Neu-Ulm, wo das Edwin Scharff Museum 2008 eine Wilhelm-Busch-Ausstellung hatte. Die Graffitis auf dem Gehweg am Bahnhof Neu-Ulm sind jedoch immer noch zu sehen. Enttäuschung wird sich breit machen bei denen, die die Ausstellung gerne gesehen hätten, dann aber feststellen müssen Sie sind zu spät. Einheimische, die seit über einem Jahr an den Graffiti vorbei gehen, werden die Nase rümpfen, den Kopf schütteln und sich über das Museum wundern.

Graffiti am Bahnhof Neu-Ulm

Achten Sie also bei Ihren Guerrilla Marketing-Aktionen darauf, dass Ihre Werbung nicht ‚zu nachhaltig’, dafür aber aktuell ist.

Guerilla Marketing

7. September 2009

Guerilla Marketing Aktionen weichen vom Gewohnten ab und greifen auf ungewöhnliche Mittel zurück. Statt viel Geld auszugeben, wird hier vor allem auf Kreativität gesetzt.

Ein oft wiederholtes Beispiel sind Graffiti auf Gehwegen.
Das Kunstmuseum Seattle (Seattle Art Museum) sprayte zum Beispiel einen Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung auf Gehwege in Seattle (Seattle Weekly Blog).
Der Züricher Zoo setzt auf virales Marketing mit einem Youtube-Video, in dem sich ein Elefant von einer Brücke stürzt, weil er nicht im Züricher Zoo wohnt.

Mehr Ideen zum Thema Guerilla Marketing finden Sie auf den folgenden Blogs und Webseiten: Guerrilla Communication, Guerilla-Marketing Blog, Webseite von J. C. Levinson.


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