Archiv für die Kategorie ‘Geschäftsidee’

Ideenfindung und Kreativitätstechniken I – Brainstorming

1. Oktober 2010
Brainstorming

Image via Wikipedia

Mit Kreativitätstechniken und kreativer Problemlösung können Sie Ihrer Kreativität auf die Sprünge helfen. Sie fördern damit Ihre Gedanken und können so neue Ideen entwickeln, die Ihnen widerum bei der Lösung Ihrer Probleme helfen können.

Es gibt hunderte von verschiedenen Techniken. Einige davon erfordern Gruppen von mehereren Personen, andere Techniken können allein ausgeführt werden. So gibt es z.B. schriftliche Übungen, Wortspiele, Improvisation.

Eine der wohl bekanntesten Kreativitätstechniken ist das „Brainstorming“. Brainstorming erzeugt innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von neuen und ungewönlichen Ideen. Wenn Sie mit Ihrer Problemlösung noch ganz am Anfang stehen, aber eine relativ konkrete Fragestellung haben, dann lässt sich Brainstorming gut einsetzen. Im Prinzip können Sie diese Technik in allen Bereichen einsetzen. Brainstorming klappt auch besonders gut, wenn Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten müssen. Komplexe Probleme lassen sich damit allerdings eher schlecht lösen. Auch bei Spannungen innerhalb der Gruppe ist Brainstorming eher ungeeignet.

Sie benötigen zwischen vier und 20 Personen und einen Moderator oder eine Moderatorin der/die alle Vorschläge protokolliert. Außerdem benötigen Sie eine Flipchart oder Tafel auf der die Vorschläge notiert werden.

Das Brainstorming besteht aus zwei verschiedenen Phasen, der Ideenproduktion und der Bewertungsphase.

Dabei ist wichtig, dass in der Phase der Ideenproduktion keine Kritik erlaubt ist! Kein Vorschlag darf hier beurteilt werden. Alle Vorschläge sind willkommen, ganz egal, wie abgedreht sie sind. Bereits geäußerte Ideen dürfen bzw. sollen aufgegriffen und neukombiniert werden. Die Ideenproduktion sollte nicht mehr als fünf bis 30 Minuten dauern. Meistens werden jedoch schon nach fünf bis zehn Minuten weniger Vorschläge gemacht. Beenden Sie die Ideenproduktion aber noch nicht! Nach kurzer Zeit werden weitere, häufig viel originellere Vorschläge kommen.

Alle Vorschläge werden sofort vom Moderator notiert. Er sollte sich selbst nicht in das Brainstorming einmischen und auf keinen Fall selbst Vorschläge machen. Er sollte aber für eine angenehme Atmosphäre sorgen und die Gruppe immer wieder ermuntern, sich zu beteiligen. Der Moderator sollte darauf achten, dass die Ideen tatsächlich nicht beurteilt werden. Alle Vorschläge müssen von ihm aufgezeichnet werden – ohne jeglichen Kommentar und ohne sie zu ändern.

Nach der Ideenproduktion sollten Sie eine Pause machen – diese Pause kann ein paar Minuten lang sein, Sie können aber auch einen gesamten Tag pausieren und erst am nächsten Tag weitermachen.

In der Bewertungsphase ist sachliche Kritik erwünscht. Alle Ideen werden bewertet und auf Ihre Machbarkeit hin untersucht. Der Moderator muss dafür sorgen, dass die Bewertung sachlich verläuft.

Sie können zu Beginn entscheiden, ob Sie eine Vorauswahl treffen oder die Gruppe alle Vorschläge bewerten lassen. Sie können natürlich auch eine Reihenfolge festlegen oder auch nur eine einzige Idee auswählen, die dann von der Gruppe ausgearbeitet wird.

Varianten des Brainstorming:

  • Stop-and-go-Brainstorming
    Hier wechseln sich mehrere kurze Phasen der Ideenproduktion mit Bewertungsphasen ab (jeweils ca. fünf bis 10 Minuten)
  • Destruktiv-konstruktiv-Brainstorming
    Die Phase der Ideenproduktion wird hier unterteilt. Zuerst werden möglichst viele negative (destruktive) Vorschläge gemacht, die eine Lösung verhindern. Dann werden konstruktive Ideen produziert. Dadurch kann es sein, dass Ideen origineller werden.
  • Einzel-Brainstorming
    Hier machen Sie das Brainstorming ohne Gruppe, sondern allein. Dabei muss aber der Ablauf derselbe bleiben. Im ersten Schritt sollten Sie Ihre Ideen noch nicht bewerten. Dies geschieht dann erst in einem zweiten Schritt, mit dem Sie aber auch ein bis zwei Tage warten können.
  • Sandwich-Brainstorming
    Wechseln Sie hier zwischen Phasen der kollektiven und der individuellen Ideenproduktion.

Wie Sie sich von der Konkurrenz abheben – ein Alleinstellungsmerkmal ist wichtig

1. September 2010

Ob Ihr Produkte oder Ihre Dienstleistungen gekauft werden, hängt davon ab, wie Sie sich damit am Markt positionieren und wie viele Alternativen es dafür gibt. Ihre Kunden sollten Ihre Produkte/Dienstleistungen wahrnehmen, z.B. wenn Ihre  Produkte/ Dienstleistungen besser sind, als die der Konkurrenz oder wenn Kunden bei Ihnen zusätzlichen Service geboten bekommen.

Selbst wenn Ihre Konkurrenz groß ist, können Sie eines oder mehrere Merkmale Ihres Produkts bzw. Ihrer Dienstleistung so herausarbeiten, dass Sie über ein sog. Alleinstellungsmerkmal oder USP (Unique Selling Proposition) verfügen. Damit können Sie sich von anderen Produkten/Dienstleistungen die angeboten werden, abheben.

Alleinstellungsmerkmal USP apartment homeFür Apartment-Komplexe in amerikanischen Städten zum Beispiel kann es schwierig sein, ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Den ‚Sedgefield Apartment Homes’ in einem Vorort von Atlanta ist dies jedoch gelungen, indem sie hauptsächlich lateinamerikanische Mieter ansprechen (‚Se Habla Español’ – ‚Man spricht Spanisch’) und einen zusätzlichen Service für Familien mit schulpflichtigen Kindern anbieten (‚Free After School Program & Teen Center’ – ‚Kostenloses Programm nach der Schule und Teenager-Treff’).
Mit ‚Free Rent’ (Kostenlose Miete) lässt sich dagegen kaum jemand mehr locken, da dies von den meisten Apartments angeboten wird. Diese Aussage ist zudem auch noch irreführend, da nur die erste Monatsmiete erlassen wird.

Mögliche Alleinstellungsmerkmale oder USPs können sein:

  • Ein neuartiges Konzept (z.B. eine Kombination aus Produkt und Dienstleistung)
  • Neuartige Produkteigenschaften, die es so bislang noch nicht gab
  • Ausserordentliche Qualität
  • Lange Lebensdauer
  • Ein besonders niedriger Preis
  • Ein ausserordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ein beschleunigter Prozess (z.B. bei Dienstleistungen)
  • Umfassender Service, der über den der Konkurrenz weit hinausgeht
  • Besondere Größe
  • Die Verwendung von umweltverträglichem Material bzw. die Nutzung von umweltverträglichen Prozessen

Personalisierung von Produkten – individuelle Massenanfertigung

6. Juli 2010

Nach dem Vorbild der Produktpersonalisierung (mass customization) entstanden und entstehen unzählige kleine Unternehmen in den verschiedensten Produktkategorien.

Mit dieser Massenproduktion, die genau den Wünschen des Kunden folgt, kann die Lagerhaltung (fast) vollständig entfallen. Die Produkte können in sehr geringen Mengen (ab einem Stück) verkauft werden und der Kunde erhält ein Produkt, dass genau seinen Wünschen entspricht.

Dabei kosten die individualisierten Produkte deutlich mehr, als ähnliche Produkte im Supermarkt (Preisaufschläge bis zu 200 % im Vergleich zu Standardversionen). Die Kunden nehmen den hohen Preis jedoch gerne in Kauf, da sie auf diese Art und Weise ihr absolutes Wunschprodukt erhalten.

Auch große Konzerne setzen vermehrt auf die Individualisierung ihrer Produkte. So können z.B. für Taschen, Sportschuhe, T-Shirts und auch Laptops verschiedenste Designs ausgewählt werden.

Die Personalisierung eines Produktes kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Entweder durch den Aufdruck eines vom Kunden festgelegten Wortes/Satzes, die (zusätzliche) Anpassung verschiedener Produkteigenschaften (z.B. Farbe, Form, Größe, …) oder durch die Erstellung eines komplett neuen Produktes durch den Kunden (z.B. Tee, Müsli, Wurst, Schokolade). Bei der Gestaltung von neuen Produkten wird von einigen Firmen zusätzlich noch eine Wunschgestaltung der Verpackung angeboten. Damit können Sie Ihrem eigens zusammengestellten Produkt zusätzlich Namen und Erscheinung Ihrer Wahl geben.

Erstaunlicherweise bieten einige Firmen ihre personalisierten Produkte nun auch in Geschäften, Bars oder Cafés zum Verkauf an. Dies erfordert ganz neue Geschäftsstrategien. Die Online-Shops kooperieren hierbei vor allem mit lokalen Kleinunternehmen, denen die angebotenen Produkte gefallen.

All diese individualisierten Massenangebote sind nicht nur für den Endkunden (Privatleute) gedacht, sondern natürlich  auch für Firmen. Oft wünschen sich kleine Unternehmen für Events (wie z.B. ihren Tag der offenen Tür), für ihre langjährigen Kunden oder einfach nur als Werbeartikel/Give-Aways spezielle Produkte.

Vielleicht überlegen Sie jetzt auch, ob Sie als Kleinunternehmen Ihren langjährigen Kunden mal ein Müsli mit Ihrem Firmenaufdruck schenken oder als Verein Ihre Großspender mit einer ganz besonderen Schokolade mit dem Vereinsnamen beglücken?!

Welche personalisierten Produkte kaufen Sie am liebsten?

Ihre Geschäftsidee – so entwickeln Sie Ideen für ein Unternehmen

27. Mai 2010

Sie wollen ein eigenes Unternehmen gründen? Sie wolllen selbstständig werden? Ihnen fehlt aber noch die zündende Idee?

Gehen Sie durch die Welt mit offenen Augen. Schauen Sie sich an, was Menschen tun und wie sie es tun. Dann überlegen Sie, wie man Prozesse einfacher, schneller und effizienter machen könnte. Vielleicht wird Ihnen auch klar, was fehlt. Dann haben Sie schon Ihre Geschäftsidee. Oder hatten standen Sie vielleicht selbst schon mal vor dem Problem dass es ein Produkt oder eine Dienstleistung, das/die Sie in diesem Moment gebraucht hätten, gar nicht gab?

Ein anderer Ansatz um Ihre Geschäftsidee zu finden, ist das, was Sie gerne machen (z.B. als Hobby) in ein Unternehmen zu verwandeln. Stricken Sie gerne? Dann könnten Sie eine Internet-Plattform mit Informationen über das Stricken entwickeln, auf der Sie Ihr Gestricktes vielleicht auch gleich verkaufen können.

Haben Sie bestimmte Fähigkeiten, mit denen Sie ein Unternehmen aufbauen können? Vielleicht können Sie auch etwas bieten, das sonst niemand bietet – ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung? Daraus könnte sich ebenfalls eine Geschäftsidee entwickeln.

Halten Sie Ausschau nach gerade entstehenden Trends und auch nach Marktnischen.

Ein guter Ausgangspunkt, um Ideen zu entwickeln sind Ihre eigenen Stärken. Bauen Sie auf Ihren Stärken auf und versuchen Sie, Ihre Schwächen zu umgehen. Es macht z.B. wenig Sinn, nach kapitalintensiven Ideen zu suchen, wenn keine Aussichten für Sie bestehen, an Geld zu kommen.

Generell fallen Geschäftsideen in eine der drei folgenden Kategorien:

  • Produkt, für das Sie Teile/Material kaufen und das Produkt selbst zusammenbauen
  • Produkt, das Sie von einem Großhändler, Einzelhändler oder Hersteller erwerben
  • Service, den Sie zur Verfügung stellen

Die einfachsten Geschäftsideen sind existierende Produkte in existierenden Märkten. Hier besteht jedoch die größte Konkurrenz.

Die schwierigsten Ideen sind neue Produkte in neuen Märkten. Hier haben Sie mit (fast) keiner Konkurrenz zu kämpfen.

Gute Methoden, um auf Ideen zu kommen sind:

  • Brainstorming mit Ihren Freuden und Kollegen
  • Andere nach ihren Ideen fragen
  • Lesen Sie Fachmagazine der Branche, in der Sie tätig sein wollen

Oftmals entstehen Geschäftsideen durch Zufall, aus einer bestimmten Situation heraus, wenn Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.


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