Archiv für die Kategorie ‘Beispiele’

Zitat von William Bernbach – Seien Sie anders

23. Februar 2011

“In advertising, not to be different is virtual suicide.”/ William Bernbach, advertising creative director

“In der Werbung nicht anders zu sein ist gewissermaßen Selbstmord.”/ William Bernbach, advertising creative director

Werbung für Autos ist zum Beispiel häufig kaum unterscheidbar. In Werbespots werden silberne Fahrzeuge dargestellt – um welche Marke es sich dabei handelt ist jedoch nicht ausschlaggebend.

Auch in der Anzeigenrubrik von Tageszeitungen wird immer wieder sichtbar, wie wichtig es für eine Firma ist, aus der Masse herauszustechen.

Stellen Sie also sicher, dass Sie sich nicht der breiten Masse anpassen, wenn Sie Werbung machen. Heben Sie sich ganz einfach mit Ihrer Werbeanzeige ab, indem Sie z.B. eine ausgefallene Farbe oder ein ausgefallenes Format verwenden.

Ideenfindung und Kreativitätstechniken II – So lassen Sie Kreativität zu: 16 Tipps für die kreative Problemlösung

12. Oktober 2010

Lassen Sie Kreativität in Ihrem täglichen (Arbeits-)Leben zu. Beachten Sie dabei folgende Tipps:

  1. Probieren Sie verschiedene Dinge aus.
  2. Wecken Sie bei anderen (z.B. Ihren Mitarbeitern) die Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Routine killt Kreativität, da keine Notwendigkeit besteht, bei Routineaufgaben kreativ zu sein.
  3. Lassen Sie sich auf Aufgaben ein und seien Sie neugierig. Selbstzufriedenheit, Gleichgültigkeit und Desinteresse lähmen die Kreativität.
  4. Kalkulieren Sie Fehlschläge, Fehler oder Irrtümer ein.
  5. Grenzen Sie kreative Sitzungen von Ihrer alltäglichen Arbeit ab.
  6. Sorgen Sie für ein entspanntes Klima, damit sich kreative Einfälle entfalten können. Vermeiden Sie schlechte Rahmenbedingungen, wie z.B. ein Kreativitätsmeeting im Büro oder direkt vor dem Essen.
  7. Vermeiden Sie ungünstige Unternehmensstrukturen, z.B. wenn die Voraussetzungen fehlen, um kreative Neuerungen aufzunehmen oder wenn Transparenz und interne Kommunikation schlecht sind oder ganz fehlen.
  8. Schärfen Sie Ihre Aufmerksamkeit und betrachten Sie Dinge unvoreingenommen. Erwartungsdenken (set thinking) macht blind für Abweichungen.
  9. Das Problem an sich sollte im Vordergrund stehen.
  10. Verfolgen Sie Ihre Ziele hartnäckig und bleiben Sie an Ideen dran. Eine Idee zu haben heisst nicht, dass diese auch brauchbar ist. Ideen müssen zuerst ausgearbeitet werden, was dauern kann.
  11. Konzentrieren Sie sich auf eine Idee und arbeiten Sie diese aus.
  12. Setzen Sie Vertrauen in sich selbst und auch in Ihre Mitarbeiter. Mangelndes Selbstbewusstsein verhindert Kreativität, denn wer sich nichts zutraut geht auch kein Risiko ein und ist von vornherein überzeugt, zu scheitern.
  13. Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Erfolgen aus. Verfolgen Sie stattdessen Entwicklungen und Trends.
  14. Schalten Sie Konkurrenzdruck aus. Konkurrenzdruck erschwert die Zusammenarbeit und Kommunikation und damit kreatives Arbeiten.
  15. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern keine Belohnungen an. Belohnungen erwecken nur das Interesse an der Prämie, statt an der Problemlösung.
  16. Arbeiten Sie nicht unter Zeitdruck. Planen Sie stattdessen genug Zeit ein und machen Sie Pausen. Zeitdruck kann für Kreativität tödlich sein, denn Ideen brauchen Zeit um zu reifen.

 

Wie Sie sich von der Konkurrenz abheben – ein Alleinstellungsmerkmal ist wichtig

1. September 2010

Ob Ihr Produkte oder Ihre Dienstleistungen gekauft werden, hängt davon ab, wie Sie sich damit am Markt positionieren und wie viele Alternativen es dafür gibt. Ihre Kunden sollten Ihre Produkte/Dienstleistungen wahrnehmen, z.B. wenn Ihre  Produkte/ Dienstleistungen besser sind, als die der Konkurrenz oder wenn Kunden bei Ihnen zusätzlichen Service geboten bekommen.

Selbst wenn Ihre Konkurrenz groß ist, können Sie eines oder mehrere Merkmale Ihres Produkts bzw. Ihrer Dienstleistung so herausarbeiten, dass Sie über ein sog. Alleinstellungsmerkmal oder USP (Unique Selling Proposition) verfügen. Damit können Sie sich von anderen Produkten/Dienstleistungen die angeboten werden, abheben.

Alleinstellungsmerkmal USP apartment homeFür Apartment-Komplexe in amerikanischen Städten zum Beispiel kann es schwierig sein, ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Den ‚Sedgefield Apartment Homes’ in einem Vorort von Atlanta ist dies jedoch gelungen, indem sie hauptsächlich lateinamerikanische Mieter ansprechen (‚Se Habla Español’ – ‚Man spricht Spanisch’) und einen zusätzlichen Service für Familien mit schulpflichtigen Kindern anbieten (‚Free After School Program & Teen Center’ – ‚Kostenloses Programm nach der Schule und Teenager-Treff’).
Mit ‚Free Rent’ (Kostenlose Miete) lässt sich dagegen kaum jemand mehr locken, da dies von den meisten Apartments angeboten wird. Diese Aussage ist zudem auch noch irreführend, da nur die erste Monatsmiete erlassen wird.

Mögliche Alleinstellungsmerkmale oder USPs können sein:

  • Ein neuartiges Konzept (z.B. eine Kombination aus Produkt und Dienstleistung)
  • Neuartige Produkteigenschaften, die es so bislang noch nicht gab
  • Ausserordentliche Qualität
  • Lange Lebensdauer
  • Ein besonders niedriger Preis
  • Ein ausserordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ein beschleunigter Prozess (z.B. bei Dienstleistungen)
  • Umfassender Service, der über den der Konkurrenz weit hinausgeht
  • Besondere Größe
  • Die Verwendung von umweltverträglichem Material bzw. die Nutzung von umweltverträglichen Prozessen

Guerilla-Marketing Idee: Erfreuen Sie zukünftige Kunden mit guter Musik

4. August 2010

Ein schönes Beispiel für Guerilla-Marketing begegnete mir vergangene Woche am Flughafen in Mcallen, Texas – in Form eines Country-Sängers.

Sänger macht Werbung für Ihr Unternehmen

Der Flughafen in Mcallen ist mit nur fünf Flugsteigen relativ klein. Dennoch kommen hier täglich viele Menschen vorbei – um Familie und Freunde zu verabschieden oder zu begrüßen. Statt der üblichen Hintergrundmusik über Lautsprecher, bekamen Besucherinnen und Besucher nun Live-Musik zu hören. In einer Ecke des Flughafens stand ein Country-Sänger, der sang und dazu Gitarre spielte. Sein Repertoire reichte dabei von Country- über Pop- bis hin zu Rock-Musik. Neben ihm stand eine Tafel, mit dem Hinweis auf den Hauptsponsor – ein lokaler Autohändler. In den kurzen Spielpausen wies der Sänger auf die Sponsoren hin – ausser dem Autohändler der örtliche Gewerbeverband, ein Restaurant sowie der Flughafen.
Überlegen Sie sich eine ähnliche Aktion und beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

  • Wählen Sie einen Ort, an dem möglichst viele Leute vorbeikommen und auch verweilen.
  • Suchen Sie sich einem Sänger bzw eine Sängerin, der/die gut singen kann – auch wenn der/die etwas teurer sein sollte. Von schlechtem Gesang hat niemand etwas – weder die Zuhörerinnen und Zuhörer, noch Sie selbst.
  • Je nach dem, welchen Ort Sie wählen, können Sie natürlich auch eine komplette Band oder ein Orchester auftreten lassen.
  • Wählen Sie einen Musikstil, je nachdem welches Publikum am gewählten Ort verweilt bzw wer Ihre Zielgruppe (Ihre Kunden) ist.
  • Kooperieren Sie mit anderen Unternehmen vor Ort und formen Sie Partnerschaften – so können Sie sich auch Kosten und die Organisation des Events teilen.
  • Überlegen Sie sich, wie Sie die Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Sponsoren aufmerksam machen können. Wie wollen Sie Ihr Unternehmen bewerben? Sie können Tafeln aufstellen, Poster aufhängen oder Sie lassen den Sänger die Sponsoren sagen bzw singen.
  • Sie können den musikalischen Auftritt klein halten (wie auf dem Flughafen Mcallen) oder etwas größer gestalten (z.B. mit einer großen Band, einer Bühne, kostenlosem Fingerfood o.ä.) – je nach Größe Ihres Budgets bzw je nach gewähltem Ort.

So verdienen Sie Geld mit der Fußball-WM 2010 – Anpassung Ihres Marketings auf Großevents

8. Juli 2010

Alle vier Jahre gibt es wieder einige clevere Unternehmen, die mit gutem Marketing und dem Verkauf von WM-Fanartikeln und Produkten rund um die Fußball-Weltmeisterschaft viel Geld machen. Dazu zählen nicht nur Unternehmen in Südafrika, die ihr Geld mit den vielen Touristen die ins Land kommen machen. Fußball-Fanartikel sind (fast) überall weltweit erhältlich und werden auch weltweit von Kunden erworben.

Laut Intersport-International-Chef Franz Julen beträgt der WM-Umsatz im Juni/Juli je nach Land und je nachdem wann das Team aus der WM ausscheidet ca. 30-40 % des Fußball-Jahresumsatzes.

Produkte, die vor allem zur WM-Zeit 2010 angesagt sind, sind auf jeden Fall Trikots, Fußbälle und Fähnchen für’s Auto. Aber auch die Außenspiegelflagge, die über den Außenspiegel des Autos drübergezogen wird, erfreut sich dieses Jahr in Deutschland großer Beliebtheit. Nervig, aber durchaus ein Verkaufsschlager – nicht nur in Deutschland – sind die Vuvuzelas. Jene Tröten, die bei den Fernsehzuschauern Gedanken an einen riesigen Bienenschwarm im Stadion aufkommen lassen.

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Fanartikel, wie z.B. Hawaii-Ketten, Fan-Hüte, Schweißbänder, Stirnbänder, Schminke, Automagnete in Form von Landesflaggen, Schlüsselbänder, Schlüsselanhänger, Brillen, Taschen, Aufkleber, Tassen, Gläser,  – alles mit der jeweiligen Landesfarbe versteht sich.

Aber nicht nur mit diesen Produkten lässt sich während einer WM Geld machen. Auch Produkte rund um das WM-Gastland Südafrika sind 2010 angesagt. So werden im Supermarkt während der WM vermehrt Weine aus Südafrika und südafrikanische Lebensmittel angeboten.

Als Unternehmen sollten Sie aber nicht nur versuchen, den größtmöglichen Umsatz aus der WM 2010 herauszuholen, sondern auch Ihren Kunden den größtmöglichen Service hinsichtlich des Themas Fußball zu bieten. Mit gutem Beispiel gehen so die öffentlichen Verkehrsmittel voraus. Hamburgs U-Bahnen geben z.B. während der Spiele die Spielstände am Bahnsteig an, die Deutsche Bahn sagt die Spielstände sogar durch. Für Nicht-Fußballbegeisterte mag das banal oder sogar nervig erscheinen. Jeder Fußballbegeisterte begrüßt diesen Service natürlich.
Andere Unternehmen setzen eher auf Online-Services für Fußballfans, z.B. animierte WM-Kalender, Hochrechnungen o.ä.

Also überlegen Sie sich bei solchen Massenevents im Voraus, was Sie Ihren Kunden Besonderes bieten können, um sich so vielleicht von der breiten Masse der Konkurrenz abzuheben.

Personalisierung von Produkten – individuelle Massenanfertigung

6. Juli 2010

Nach dem Vorbild der Produktpersonalisierung (mass customization) entstanden und entstehen unzählige kleine Unternehmen in den verschiedensten Produktkategorien.

Mit dieser Massenproduktion, die genau den Wünschen des Kunden folgt, kann die Lagerhaltung (fast) vollständig entfallen. Die Produkte können in sehr geringen Mengen (ab einem Stück) verkauft werden und der Kunde erhält ein Produkt, dass genau seinen Wünschen entspricht.

Dabei kosten die individualisierten Produkte deutlich mehr, als ähnliche Produkte im Supermarkt (Preisaufschläge bis zu 200 % im Vergleich zu Standardversionen). Die Kunden nehmen den hohen Preis jedoch gerne in Kauf, da sie auf diese Art und Weise ihr absolutes Wunschprodukt erhalten.

Auch große Konzerne setzen vermehrt auf die Individualisierung ihrer Produkte. So können z.B. für Taschen, Sportschuhe, T-Shirts und auch Laptops verschiedenste Designs ausgewählt werden.

Die Personalisierung eines Produktes kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Entweder durch den Aufdruck eines vom Kunden festgelegten Wortes/Satzes, die (zusätzliche) Anpassung verschiedener Produkteigenschaften (z.B. Farbe, Form, Größe, …) oder durch die Erstellung eines komplett neuen Produktes durch den Kunden (z.B. Tee, Müsli, Wurst, Schokolade). Bei der Gestaltung von neuen Produkten wird von einigen Firmen zusätzlich noch eine Wunschgestaltung der Verpackung angeboten. Damit können Sie Ihrem eigens zusammengestellten Produkt zusätzlich Namen und Erscheinung Ihrer Wahl geben.

Erstaunlicherweise bieten einige Firmen ihre personalisierten Produkte nun auch in Geschäften, Bars oder Cafés zum Verkauf an. Dies erfordert ganz neue Geschäftsstrategien. Die Online-Shops kooperieren hierbei vor allem mit lokalen Kleinunternehmen, denen die angebotenen Produkte gefallen.

All diese individualisierten Massenangebote sind nicht nur für den Endkunden (Privatleute) gedacht, sondern natürlich  auch für Firmen. Oft wünschen sich kleine Unternehmen für Events (wie z.B. ihren Tag der offenen Tür), für ihre langjährigen Kunden oder einfach nur als Werbeartikel/Give-Aways spezielle Produkte.

Vielleicht überlegen Sie jetzt auch, ob Sie als Kleinunternehmen Ihren langjährigen Kunden mal ein Müsli mit Ihrem Firmenaufdruck schenken oder als Verein Ihre Großspender mit einer ganz besonderen Schokolade mit dem Vereinsnamen beglücken?!

Welche personalisierten Produkte kaufen Sie am liebsten?


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