Archiv für Juni 2010

Bandenwerbung bei der WM 2010

29. Juni 2010

Neu bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ist die Bandenwerbung, die nicht mehr nur statisch, sondern dynamisch ist.

Die Bandenwerbung läuft nun elektronisch ab (Videobanden) und kann damit öfters ausgetauscht werden. Dadurch können viel mehr verschiedene Firmen Werbung machen. Videobandenwerbung hat für die Werbenden Firmen auch den Vorteil, dass sie eher wahrgenommen wird. Bandenwerbung, die sich nicht bewegt, wird von den Zuschauern des Spiels einfach ausgeblendet. Aus Sicht der Zuschauer ist die Bandenwerbung allerdings nervig. Das ständige Wechseln lenkt zu sehr vom Spiel ab. Ganz egal, ob es sich dabei um die neue Video-  oder die Drehbandenwerbung handelt.

Laut Wikipedia können auf einem Fußballfeld Banden von ca. 240  Länge entlang der Seitenlinien des Spielfelds angebracht werden. Die Banden, die bei der Fußball-WM 2010 verwendet werden, haben besonders viel Leuchtkraft und bestehen aus tausenden LEDs.

Es gibt insgesamt nur 19 Firmen, die während der WM verstärkt auf Bannerwerbung setzen. Ohnehin schon international bekannt sind die ständigen FIFA Partner Adidas, Coca-Cola, Emirates,  Visa, Sony, und Kia Motors.  Die internationalen FIFA WM Sponsoren dagegen sind (noch) nicht alle weltbekannt. Dies sind Budweiser (Anheuser-Busch), Castrol, Continental, McDonald’s, MTN, Mahindra Satyam, Seara und Yingly Solar. Die nationalen Förderer sind BP, First National Bank, Neo Africa, Prasa und Telkom.

Einer der Sponsoren der WM 2010, die Firma Continental, ist während der WM bei den meisten Spielen mit vier Banden im Stadion und damit auch im Fernsehen weltweit vertreten.

Der indischen IT-Firma Mahindra Satyam gelingt es gerade durch Videobandenwerbung während der WM internationale Bekanntheit zu erlangen.

Allerdings ist wirklich fraglich, ob es den Firmen tatsächlich gelingt, schnell einen Bekanntheitsgrad aufzubauen. Vermutlich sind die Erinnerungswerte für die Firmen bzw. die Marken relativ gering und der finanzielle Aufwand lohnt somit nicht unbedingt. Zudem ist fraglich,  was die Zuschauer wohl mit den jeweiligen Marken-/Firmennamen verbinden.

Der finanzielle Aufwand ist jedenfalls nicht unerheblich. Laut Financial Times Deutschland hat die FIFA mit den Sponsoren der WM 2010 einen Umsatz von 1,6 Mrd. $ gemacht.

Pressearbeit statt Marketing

24. Juni 2010

Nutzen Sie Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit statt für Marketing zu bezahlen.

Artikel in der Presse werden viel eher gelesen, als Anzeigen. Anzeigen werden bewusst als Werbung wahrgenommen und deshalb weniger beachtet. Presseberichte dagegen werden von mehr als nur Ihrer Zielgruppe gelesen. Zudem sind sie glaubwürdiger als Werbeanzeigen, was dadurch zustande kommt, dass Werbeanzeigen von Werbefachleuten gestaltet werden, wogegen Presseberichte von (unabhängigen) Journalisten geschrieben werden.

In einem Presseartikel kann Ihr Unternehmen oder Ihr Verein richtig ausführlich dargestellt werden, sogar mit Foto. In einer Anzeige ist das dagegen etwas schwieriger und nur gegen viel Geld möglich. Presseberichte sind kostenlos, wogegen Sie für eine Werbeanzeige mitunter sehr viel Geld hinlegen müssen. Mit der richtigen Pressearbeit machen Sie nicht nur Ihr Unternehmen oder Ihren Verein bekannt, sondern auch Ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie bauen sich damit auch ein unverwechselbares und glaubwürdiges Image auf, mit dem Sie vor allem langfristig mehr Kunden gewinnen.

Anzeigen dagegen verhelfen Ihnen vielleicht zu größerer Bekanntheit. Aber was hilft es Ihnen, bekannt zu sein, wenn Sie auf Ihre potenziellen Kunden nicht glaubwürdig wirken?

Stellen Sie also sicher, dass die Medien über Sie berichten und nicht über Ihre Konkurrenz. Das können Sie z.B. tun, indem Sie die verschiedenen Medien (Zeitung, Fernsehen, Radio) mit Material, wie z.B. Pressemitteilungen, versorgen. Veranstalten Sie interessante Events, zu denen die Medien eingeladen werden. Sie können einen Spendenlauf für einen guten Zweck organisieren, in Ihrer Organisation einen Tag der offenen Tür veranstalten oder als Unternehmen eine gemeinnützige Organisation (NPO = non-profit organization) unterstützen. Achten Sie darauf, dass alle Veranstaltungen dem Zweck Ihrer Organisation gerecht werden bzw. mit Ihren Unternehmenszielen zu tun haben. Wenn Sie eine Organisation unterstützen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Organisation zu Ihrem Unternehmen und den Entscheidungen der Geschäftsführung passt und umgekehrt. Es macht wenig Sinn, als Tabakladen eine Nichtraucherorganisation zu unterstützen.

Veröffentlichen Sie zu jeder Veranstaltung eine kurze Pressemitteilung mit passendem Foto. Wenn die regionale Tageszeitung dann Ihre Mitteilung aufgreift und über Ihre Veranstaltung berichtet, ist das sehr viel mehr wert, als jedes Marketing in Form einer Werbeanzeige.

Neue Marken zur Fußball-WM – Ist Chakalaka wirklich afrikanisch?

22. Juni 2010

Speziell für die Fußball-WM 2010 erfinden Firmen weltweit neue Marken. So gibt es jetzt bei einem bekannten deutschen Discounter eine neue Produktreihe namens „Taste of Afrika“. Seltsam mutet hier die Mischung aus deutscher und englischer Sprache an. Warum wurde „Afrika“ nicht „Africa“ geschrieben? Oder die Produktreihe „Afrikanischer Geschmack“ genannt?

Unter der Marke „Taste of Afrika“ werden auch Produkte angeboten, die mit dem Kontinent Afrika wenig zu tun haben, wie Fruchtgummis (immerhin in Form von diversen afrikanischen Tieren), Kaffeemousse (mit afrikanischem Kaffee), Bandnudeln (mit afrikanischen Gewürzen) oder Kakao-Gebäck (Kekse mit Tieraufdrucken). Normale Produkte werden also mit etwas „afrikanischem“ aufgepeppt.

Viele Firmen änderten ihre Produkte rechtzeitig zum World Cup 2010 leicht ab. So gibt es jetzt z.B. Schaumküsse namens „WM-Stars“ in schwarz-weiss oder Schokokuchen namens „Tooorte“ – ebenfalls in schwarz-weiss. Ganz beliebt sind auch sogenannte Fußball-Burger – Hamburger in Fußballform (mit Fünfecken).

Das beliebteste Produkt zur Fußball-WM scheint „Chakalaka“ zu sein. Chakalaka kommt ursprünglich tatsächlich aus Südafrika – vermutlich hat es seinen Ursprung in den Townships der Stadt Johannesburg. Es handelt sich hierbei um eine scharfes Gemüse-Relish (meist mit Tomaten, Karotten, Paprika, Chili, Bohnen, Weißkohl, Knoblauch, Pfeffer, Curry, Ingwer und Koriander), das mit Brot, Eintöpfen, Currys und Mielie-Pap serviert wird. Deutsche Soßenhersteller variieren die Zutaten in verschiedener Art und Weise. Oft werden auch bereits bestehende Produkte mit Chakalaka-Geschmack versetzt, damit ein neues WM-Produkt entsteht (z.B. Erdnüsse mit Chakalaka, Chakalaka-Grillsauce, Chakalaka-Dipsauce).

Für Unternehmen kann es sich lohnen, für spezielle Events spezielle Produkte zu produzieren. Geschicktes Marketing besteht allerdings auch darin, es nicht mit der Produktvielfalt übertreiben.
Auch sollte abgeschätzt werden, ob der Event groß genug ist und sich eine Sonderproduktion überhaupt lohnt.

Ist Marketing über social networks (soziale Netzwerke) Zeitverschwendung?

17. Juni 2010

Immer mehr Kleinunternehmer verbringen immer mehr Zeit mit social networking. Macht das Sinn oder ist das verschwendete Zeit?

Bloggen, twittern und Facebooken kostet auf jeden Fall Zeit – viel Zeit, wenn Sie nicht nur ab und zu Artikel posten wollen.

Manche Dinge lassen sich automatisieren, wie z.B. das Update Ihres Twitter-Accounts, der sich so Einstellen lässt, dass er automatisch die neuesten Nachrichten Ihres Blogs oder Ihrer Facebook-Seite überimmt. Aber natürlich sollte die Kommunikation über soziale Netzwerke persönlich bleiben. Das bedeutet, dass nicht alles automatisiert werden kann oder sollte. Wenn Sie wirklich mit Leuten interagieren wollen, müssen Sie selbst auf Fragen und eventuelle Kommentare auf Ihrem Blog oder Ihrer Facebook-Seite antworten.

Wozu unterhalten Unternehmen also Blogs, Twitter-Accounts und Facebook-Seiten, wenn das nur mit Arbeit verbunden ist?

Sie machen damit auf sich aufmerksam, wodurch Sie immer mehr Abonnenten bzw. ‘Follower’ gewinnen. Natürlich wollen Sie als Unternehmen oder Verein auch verkaufen. Entweder Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung oder den Zweck, den Ihre Organisation/ Ihr Verein verfolgt.
Wenn Sie also mit all Ihren Bemühungen in den social networks keine neuen Abonnenten, ‘Follower’ oder Kunden gewinnen, dann verschwenden Sie vermutlich nur Ihre Zeit.

Natürlich wird es einige Zeit (mindestens einige Monate) dauern, bis Sie mit Ihren Bemühungen in social networks Erfolg haben werden. Sollte der Erfolg allerdings nicht eintreten, sollten Sie sich überlegen, ob Sie die richtige Strategie gewählt haben. Vielleicht tun Sie besser daran, Ihre Zielgruppe über andere Kanäle anzusprechen.

Wieviel Zeit verbringen Sie mit social networking? Haben Sie das Gefühl, dass es Zeitverschwendung ist?

Facebook-Ads – So erstellen Sie eine Facebook-Anzeige

15. Juni 2010

Facebook bietet eine sehr kosteneffektive Möglichkeit der Online-Anzeigenwerbung mit Facebook-Ads. Dabei handelt es sich um Anzeigen, die je nach den Einstellungen, die Sie wählen, einem ganz bestimmten Publikum auf Facebook gezeigt werden.

So können Sie z.B. festlegen, dass nur 40jährige, männliche, alleinstehende Facebook-Nutzer, die Kinder haben, gerne Wandern und in der Schweiz leben, Ihre Anzeige sehen sollen. Dieses Beispiel ist natürlich schon sehr spezifisch. Damit schränken Sie die Anzahl der Facebook-Nutzer, die die Anzeige dann sehen sehr ein. Je weniger Attribute Sie für Ihre Zielgruppe eingeben, desto größer wird diese sein und desto mehr Facebook-Nutzer werden Ihre Anzeige zu sehen bekommen.

Um auf Facebook Werbung zu schalten, müssen Sie bereits Nutzer von Facebook sein. Wenn Sie noch keinen Facebook-Account haben, müssen Sie sich nun bei Facebook anmelden.

Um bei Facebook eine Anzeige zu schalten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Melden Sie sich bei Facebook mit Ihrem Nutzernamen und Passwort an
  2. Klicken Sie auf Ihr Profil und dann rechts auf „Werbeanzeige erstellen“
  3. Jetzt können Sie anfangen, Ihre Anzeige zu gestalten.
  4. „Gestalte deine Werbeanzeige“: Unter „URL des Ziels“ geben Sie die Webseite an, auf die Personen, die auf die Anzeige klicken, weitergeleitet werden sollen. Sie können hier die URL Ihrer Facebook-Seite eingeben oder die URL Ihrer Webseite. Unter „Titel“ geben Sie den Titel für Ihre Facebook-Anzeige ein. Den Text Ihrer Anzeige geben Sie in das Feld „Text der Werbeanzeige ein“. Beachten Sie hier, dass Sie nicht mehr als 135 Zeichen eingeben können. Unter „Bild“ können Sie ein Foto oder eine Grafik für Ihre Anzeige hochladen. Dies ist jedoch optional. Bilder werden höchstens in einer Größe von 110×80 Pixel angezeigt.
    Es ist empfehlenswert, als letzten Satz in Anzeige eine „Anweisung“ einzugeben, wie z.B. „Bestellen Sie jetzt!“.
    Auf der rechten Seite sehen Sie Ihre Werbeanzeige, während Sie den Text dazu eingeben.
  5. „Zielgruppe“: Wenn Sie hier Angaben machen, werden Sie sehen, dass sich die Zahl unter „Geschätzte Reichweite“ (rechts) verkleinern wird. Denken Sie daran, dass nicht alle Facebook-Nutzer sämtliche Angaben in Ihrem Account machen und damit eventuell nicht als Ihre Zielgruppe gerechnet werden, obwohl sie eigentlich darunter fallen sollten.
    Unter „Ort“ geben Sie das Land ein, in dem die Werbeanzeige zu sehen sein soll. Sie können die Anzeige entweder im gesamten Land anzeigen lassen oder nur in bestimmten Orten („Nach Stadt“) und deren Umkreis.
    Unter „Demografie“ machen Sie Angaben zum Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus und Sprachen Ihrer Zielgruppe.
    Unter „’Gefällt mir’ & Interessen“ können Sie z.B. bestimmte Musikrichtungen, Bands, Filme o.ä. eingeben.
    Unter „Ausbildung&Arbeit“ geben Sie an, welche Ausbildung Ihre Zielgruppe haben soll. Sie können auch eine oder mehrere Arbeitgeber angeben.
    Wenn Sie in Ihrer Anzeige Ihre Facebook-Seite bewerben, sollten Sie unter „Verbindungen auf Facebook“ sollten Sie bei „Nutzer ansprechen, die noch nicht verbunden sind mit:“ Ihre Facebook-Seite angeben. Ansonsten bekommen die Personen, denen Ihre Facebook-Seite sowieso schon gefällt, die Werbeanzeige ebenfalls angezeigt.
  6. Unter „Preise“ entscheiden Sie, ob Sie für Impressionen zahlen (CPM – cost per impression) oder ob Sie für Klicks zahlen (CPC – cost per click). Sie müssen hier ein Maximalgebot angeben. Dieses Maximalgebot ist der maximale Preis, den Sie bereit sind pro 1.000 Impressionen bzw. pro Klick zu bezahlen. Am einfachsten ist es hier zu Beginn, das von Facebook vorgeschlagene Gebot zu verwenden.
    Es empfiehlt sich, für Facebook-Anzeigen die Kosten pro Klick zu bezahlen, da dies erfahrungsgemäß etwas günstiger ist.
  7. Klicken Sie jetzt auf „Werbeanzeige überprüfen“.
  8. Sie sehen jetzt Ihre Facebook-Anzeige und können auch einen Namen vergeben. Dies ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn Sie mehrere verschiedene Anzeigen schalten.
  9. Wenn Sie schon die Information Ihrer Kreditkarte in Ihrem Facebook-Konto hinterlegt haben, werden die Kosten für Ihre Anzeige direkt davon abgebucht. Ansonsten müssen Sie die Daten Ihrer Kreditkarte nun eingeben.
  10. Wenn Sie keine Änderungen mehr haben klicken Sie auf „Bestellung aufgeben“.
  11. Sie sehen jetzt oben unter Status „Wird überprüft“. Das heißt, dass Facebook derzeit Ihre Anzeige überprüft. Sie werden per Email von Facebook informiert, wenn Ihre Anzeige aktiv ist.
  12. Auf dieser Übersichtsseite können Sie dann später sehen, wieviele Personen Ihre Anzeige zu sehen bekommen haben und wieviele darauf geklickt haben.

Es empfiehlt sich, mehrere Anzeigen mit leicht abgewandeltem Inhalt und leicht verschiedenen Zielgruppen zu schalten, um festzustellen, was am besten bei der Zielgruppe ankommt.

Ohne Erholung keine Kreativität

11. Juni 2010

Erholung und Freizeit gehören genauso zum Leben eines Unternehmers/Freiberuflers, wie die Arbeit. Sie haben keine Zeit für Erholung? Kann nicht sein! Ohne Erholung keine Arbeit.
Wer sich rund um die Uhr nur der Arbeit widmet, ist längst nicht so leistungsfähig wie jemand, der sich regelmäßig Erholung gönnt.
Erholte Menschen können sich besser konzentrieren und erledigen ihre Aufgaben besser. Dies bestätigte eine Studie der Johannes-Gutenberg-Universität-Mainz – auch wenn Sie das schon immer wussten.
Erholung und Freizeit gehen also einher mit dem Marketing eines Unternehmens, da nur erholte Menschen gutes Marketing machen können. Wer keinen Ausgleich zur Arbeit sucht, ist nicht erholt und kann auch nicht kreativ sein.
Gehen Sie raus, genießen Sie den Sommer und lassen Sie Computer und BlackBerry zu Hause!


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