Neu bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ist die Bandenwerbung, die nicht mehr nur statisch, sondern dynamisch ist.
Die Bandenwerbung läuft nun elektronisch ab (Videobanden) und kann damit öfters ausgetauscht werden. Dadurch können viel mehr verschiedene Firmen Werbung machen. Videobandenwerbung hat für die Werbenden Firmen auch den Vorteil, dass sie eher wahrgenommen wird. Bandenwerbung, die sich nicht bewegt, wird von den Zuschauern des Spiels einfach ausgeblendet. Aus Sicht der Zuschauer ist die Bandenwerbung allerdings nervig. Das ständige Wechseln lenkt zu sehr vom Spiel ab. Ganz egal, ob es sich dabei um die neue Video- oder die Drehbandenwerbung handelt.
Laut Wikipedia können auf einem Fußballfeld Banden von ca. 240 Länge entlang der Seitenlinien des Spielfelds angebracht werden. Die Banden, die bei der Fußball-WM 2010 verwendet werden, haben besonders viel Leuchtkraft und bestehen aus tausenden LEDs.
Es gibt insgesamt nur 19 Firmen, die während der WM verstärkt auf Bannerwerbung setzen. Ohnehin schon international bekannt sind die ständigen FIFA Partner Adidas, Coca-Cola, Emirates, Visa, Sony, und Kia Motors. Die internationalen FIFA WM Sponsoren dagegen sind (noch) nicht alle weltbekannt. Dies sind Budweiser (Anheuser-Busch), Castrol, Continental, McDonald’s, MTN, Mahindra Satyam, Seara und Yingly Solar. Die nationalen Förderer sind BP, First National Bank, Neo Africa, Prasa und Telkom.
Einer der Sponsoren der WM 2010, die Firma Continental, ist während der WM bei den meisten Spielen mit vier Banden im Stadion und damit auch im Fernsehen weltweit vertreten.
Der indischen IT-Firma Mahindra Satyam gelingt es gerade durch Videobandenwerbung während der WM internationale Bekanntheit zu erlangen.
Allerdings ist wirklich fraglich, ob es den Firmen tatsächlich gelingt, schnell einen Bekanntheitsgrad aufzubauen. Vermutlich sind die Erinnerungswerte für die Firmen bzw. die Marken relativ gering und der finanzielle Aufwand lohnt somit nicht unbedingt. Zudem ist fraglich, was die Zuschauer wohl mit den jeweiligen Marken-/Firmennamen verbinden.
Der finanzielle Aufwand ist jedenfalls nicht unerheblich. Laut Financial Times Deutschland hat die FIFA mit den Sponsoren der WM 2010 einen Umsatz von 1,6 Mrd. $ gemacht.




