Archiv für Mai 2010

Ihre Geschäftsidee – so entwickeln Sie Ideen für ein Unternehmen

27. Mai 2010

Sie wollen ein eigenes Unternehmen gründen? Sie wolllen selbstständig werden? Ihnen fehlt aber noch die zündende Idee?

Gehen Sie durch die Welt mit offenen Augen. Schauen Sie sich an, was Menschen tun und wie sie es tun. Dann überlegen Sie, wie man Prozesse einfacher, schneller und effizienter machen könnte. Vielleicht wird Ihnen auch klar, was fehlt. Dann haben Sie schon Ihre Geschäftsidee. Oder hatten standen Sie vielleicht selbst schon mal vor dem Problem dass es ein Produkt oder eine Dienstleistung, das/die Sie in diesem Moment gebraucht hätten, gar nicht gab?

Ein anderer Ansatz um Ihre Geschäftsidee zu finden, ist das, was Sie gerne machen (z.B. als Hobby) in ein Unternehmen zu verwandeln. Stricken Sie gerne? Dann könnten Sie eine Internet-Plattform mit Informationen über das Stricken entwickeln, auf der Sie Ihr Gestricktes vielleicht auch gleich verkaufen können.

Haben Sie bestimmte Fähigkeiten, mit denen Sie ein Unternehmen aufbauen können? Vielleicht können Sie auch etwas bieten, das sonst niemand bietet – ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung? Daraus könnte sich ebenfalls eine Geschäftsidee entwickeln.

Halten Sie Ausschau nach gerade entstehenden Trends und auch nach Marktnischen.

Ein guter Ausgangspunkt, um Ideen zu entwickeln sind Ihre eigenen Stärken. Bauen Sie auf Ihren Stärken auf und versuchen Sie, Ihre Schwächen zu umgehen. Es macht z.B. wenig Sinn, nach kapitalintensiven Ideen zu suchen, wenn keine Aussichten für Sie bestehen, an Geld zu kommen.

Generell fallen Geschäftsideen in eine der drei folgenden Kategorien:

  • Produkt, für das Sie Teile/Material kaufen und das Produkt selbst zusammenbauen
  • Produkt, das Sie von einem Großhändler, Einzelhändler oder Hersteller erwerben
  • Service, den Sie zur Verfügung stellen

Die einfachsten Geschäftsideen sind existierende Produkte in existierenden Märkten. Hier besteht jedoch die größte Konkurrenz.

Die schwierigsten Ideen sind neue Produkte in neuen Märkten. Hier haben Sie mit (fast) keiner Konkurrenz zu kämpfen.

Gute Methoden, um auf Ideen zu kommen sind:

  • Brainstorming mit Ihren Freuden und Kollegen
  • Andere nach ihren Ideen fragen
  • Lesen Sie Fachmagazine der Branche, in der Sie tätig sein wollen

Oftmals entstehen Geschäftsideen durch Zufall, aus einer bestimmten Situation heraus, wenn Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Warum Visitenkarten wichtig sind

25. Mai 2010

Überlegen Sie sich zunächst einmal, warum Sie überhaupt Visitenkarten benötigen. Wem händigen Sie eine Visitenkarte aus und in welcher Situation?

Ihre Visitenkarte ist ein sehr wichtiges Werbemittel. Mit gut gestalteten Visitenkarten machen Sie Eindruck.

Ihre Visitenkarten können Sie selbst gestalten, z.B. mit Word und dann die Datei an die Druckerei Ihrer Wahl senden. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Visitenkarten online zu gestalten. Ich würde Ihnen raten, die Gestaltung einem Profi zu überlassen. Ihrer Visitenkarte wird man ansehen, ob sie professionell gestaltet wurde oder ob Sie sie selbst zusammen geschustert haben.

Sie sollten immer ein paar Ihrer Visitenkarten dabei haben. Ganz egal, wohin Sie gerade gehen. Sie können z.B. Visitenkarten in Ihrer Tasche, Geldbörse oder Ihrem Auto deponieren – dann haben Sie immer welche zur Hand. Damit die Visitenkarten nicht verknicken oder Flecken bekommen, sollten Sie sie in einem Visitenkarten-Etui aufbewahren. Verschmutzte oder verknickte Karten sollten Sie nie weitergeben. Das wirkt unglaublich unprofessionell. Werfen Sie die unbrauchbaren Karten einfach weg.

Legen Sie Ihre Visitenkarten verschiedenen Schreiben an Ihre Kunden bei. Wenn Sie z.B. eine Rechnung verschicken, können Sie einen Begleitbrief sowie Ihre Visitenkarte beilegen. Für das Beilegen Ihrer Visitenkarten gibt es verschiedene Möglichkeiten: Stecken Sie Visitenkarten in vorgestanzte Halterungen, verwenden Sie selbstklebende Visitenkartentaschen oder Sie heften sie die Karte einer Büroklammer an.

Bei Terminen mit Kunden und bei Veranstaltungen sollten Sie Ihre Visitenkarten immer griffbereit haben. Geben Sie bei Terminen Ihre Visitenkarte schon bei der Anmeldung am Empfang ab. Das hat auch den Vorteil, dass Ihre Gesprächspartner Ihren Namen nicht verwechseln.

Wenn Sie Visitenkarten von anderen bekommen, verwahren Sie diese extra und schieben Sie sie nicht in den Stapel Ihrer eigenen Visitenkarten – das könnte zu Verwechslungen führen, wenn Sie Ihre Visitenkarten aus dem Stapel heraussuchen müssen.

Wenn Sie z.B. auf einer Messe, viele Visitenkarten ausgehändigt bekommen, sollten Sie darauf notieren, wo Sie die Person getroffen haben und was Sie besprochen haben. Das beugt Verwechslungen vor und Sie können am Ende des Tages den Visitenkartenstapel nochmals durchgehen und überlegen, wen Sie zuerst kontaktieren.

So machen Sie sich selbstständig und gründen Ihr eigenes Unternehmen

20. Mai 2010

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall die folgenden Fragen stellen:

  • Sind Sie ein Unternehmertyp?
  • Reicht Ihre fachliche Qualifizierung aus?
  • Wie schaut es mit Ihren Erfahrungen in der Branche aus?
  • Verfügen Sie über kaufmännisches Grundwissen?
  • Was hält Ihre Familie von Ihrem Vorhaben?
  • Halten Sie den Belastungen (psychisch und auch finanziell) stand?

Bevor Sie richtig in die Unternehmensgründung einsteigen, sollten Sie auf jeden Fall ein Gründungsseminar besuchen. Solche Seminare bietet die Industrie- und Handelskammer (IHK) relativ günstig an. Auch die Volkshochschulen vor Ort oder Universitäten und Hochschulen haben oftmals Angebote in diese Richtung. Meist bestehen die Seminare aus mehreren Bausteinen.

Wenn Sie Ihrem unternehmerischen Tatendrang tatsächlich nachgehen und Ihre eigene Unternehmensidee verwirklichen wollen, benötigen Sie auf jeden Fall einen Businessplan.

Bevor Sie jedoch damit loslegen, sollten Sie eine Geschäftsidee haben: Was wollen Sie verkaufen – eine Dienstleistung oder ein Produkt? Vielleicht gibt es ja etwas Besonderes, was Ihre Konkurrenz nicht führt?

Ihr Vorhaben erklären Sie dann in Ihrem Businessplan:

  • Hier sollten Sie auch sich selbst als Gründungsperson und eventuelle Mitgründer kurz darstellen.
  • Es ist auch wichtig, welche Rechtsform Sie für Ihr neues Unternehmen wählen wollen.
  • Beschreiben Sie dann Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung, Ihre Kunden, Ihre Konkurrenten und Ihren Standort, sowie Ihre Lieferanten.
  • Gehen Sie kurz auf Ihre Personalplanung ein.
  • Geben Sie an zu welchem Preis Sie Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung vertreiben wollen.
  • Gehen Sie dann auf Vertriebspartner ein.
  • Erkläutern Sie Ihre Kommunikations- und Werbemaßnahmen. Dies können Sie auch in einem ausführlichen Marketing-Plan machen.
  • Gehen Sie auch auf Chancen und Risiken Ihres Start-ups ein.
  • Dann sollten Sie noch klären, was an Kapital benötigt wird und woher das Kapital kommt.

Wenn Ihr Businessplan steht, können Sie anfangen nach der passenden Finanzierung zu suchen. Bestimmt haben Sie sich darüber zu Beginn schon Gedanken gemacht.
Sie sollten dazu Ihr benötigtes Startkapital detailliert kalkulieren. Machen Sie eine genaue Aufstellung aller geplanten Ausgaben.
Verfügen Sie selbst über genügend Geld, um Ihr Unternehmen zu finanzieren? Gibt es eventuell Freunde, Bekannte oder Verwandte, die Ihnen für Ihr Vorhaben Geld leihen würden? Wie schaut es aus mit Kreditinstituten oder den Förderprogrammen des Bundes oder der Bundesländer?

Denken Sie auch daran, dass mit der Eröffnung eines Unternehmens einige Formalitäten notwendig sind, wie z.B. behördliche Zulassungen oder Genehmigungen. Auch mit dem Finanzamt müssen Sie sich arrangieren. Klären Sie hierzu mit den Behörden des Landes, in dem Sie gründen wollen im Voraus ab, welche Vorraussetzungen erfüllt werden müssen.

Mehr Informationen zum Thema „Unternehmensgründung“ finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unter www.einfach-gruenden.org. Hier können Sie auch Publikationen bestellen/herunterladen. Es gibt auch ein Softwarepaket für Gründer und junge Unternehmen, das Ihnen dabei helfen kann, Ihren Businessplan aufzustellen.
Auch die IHK hält viele Informationen zur Unternehmensgründung bereit – unter www.ihk.de. Gehen Sie dazu am besten auf die Webseite der IHK in Ihrer Region – dort finden Sie zusätzlich interessante Veranstaltungen zum Thema.

Sind Sie an weiteren Informationen zum Thema Unternehmensgründung und Business-Plan interessiert? Lassen Sie es mich wissen – Sie können mir eine Email schicken oder  einen Kommentar hinterlassen.

Einrichten einer Facebook-Seite für Ihre Firma oder Ihren Verein

18. Mai 2010

Online-Marketing wird für kleine Firmen, Vereine und auch für Freiberufler immer wichtiger. Marketing über social media, soziale Netzwerke im Internet, wird dabei auch immer interessanter. Facebook ist das soziale Netzwerk, bei dem die meisten Nutzer angemeldet sind. Nutzen auch Sie Ihre Chance, Ihr Unternehmen oder Ihren Verein zu vermarkten. Ein Anfang ist schnell gemacht – mit einer Facebook-Seite für Ihre Firma oder Ihren Verein.

  • Um eine Facebook-Seite für Ihre Firme oder Ihren Verein anlegen zu können, müssen Sie bei Facebook registriert und angemeldet sein. Melden Sie sich mit Ihrem Nutzernamen bei Facebook an.
  • Klicken Sie links auf „Werbeanzeigen und Seiten“, dann klicken Sie auf „Seiten“
  • Hier klicken Sie auf den Button „Seite erstellen“.
  • Gehen Sie auf http://www.facebook.com/pages/create.php
  • Je nachdem wofür Sie die Seite erstellen wollen, wählen Sie eine „Offizielle Seite“, eine „Gemeinschaftsseite“ oder eine Gruppe „Lokales Unternehmen oder Ort”, „Unternehmen, Organisation oder Institution”, „Marke oder Produkt”, „Künstler, Band oder öffentliche Person”, „Unterhaltung” oder „Guter Zweck oder Gemeinschaft”.
  • Die Offizielle Seite ist vor allem für Firmen, Vereine und Künstler gedacht.
  • Die Gemeinschaftsseite erstellen Sie vor allem dann, wenn Sie für ein Thema Ihrer Wahl viele Gleichgesinnte suchen, wie z.B. „Recycling“.
  • Für Ihr Unternehmen empfiehlt sich die Erstellung einer offiziellen Seite.
  • Wählen Sie hier  einen der drei Punkte aus: „Lokales Geschäft“, „Marke, Produkt oder Organisation“ oder „Künstler, Band oder öffentliche Person“. Unter dem jeweiligen Punkt müssen Sie dann noch die Branche bzw. Art Ihres Unternehmens/Ihres Vereins/Ihrer Person auswählen. Geben Sie dann den Namen Ihrer zukünftigen Seite in und markieren Sie das Kästchen  „Ich bin der offizielle Vertreter …“ – damit stimmen Sie den Facebook-Bedingungen zu. Klicken Sie dann auf „Offizielle Seite erstellen“
  • Wählen Sie die entsprechende Unterkategorie aus.
  • Geben Sie einen passenden Namen ein und klicken dann auf „Los geht’s”.
  • Damit haben Sie Ihre Facebook-Seite erstellt! Die Seite ist sofort öffentlich sichtbar. Wenn Sie die Seite zuerst mit Inhalten füllen wollen und sie dann sichtbar machen wollen, klicken Sie in der rechten Spalte Ihrer Seite auf „Seite bearbeiten” und aktivieren dann die Option „Nur Administratoren können diese Seite sehen”. Vergessen Sie aber nicht, diese Option später wieder zu deaktivieren.
  • Laden Sie jetzt Ihr Firmenlogo oder ein Foto von sich hoch. Dieses Foto wird dann neben jedem Ihrer Einträge erscheinen. Fahren Sie dazu mit der Maus über das graue Fragezeichen und klicken Sie auf „Bild ändern“ und dann auf „Bild hochladen“. Jetzt können Sie ein Foto von Ihrer Festplatte auswählen und als Profilbild hochladen. Wählen Sie dazu am besten ein quadratisches Foto (oder wenigstens ein annähernd quadratisches) – ansonsten kann es passieren, dass Teile des Fotos nicht sichtbar sind.
  • Klicken Sie auf „Schreibe etwas über …“. Jetzt können Sie einen kurzen Text zu Ihrem Unternehmen/Ihrem Verein/Ihrer Person verfassen. Ein paar Worte reichen hier.
  • Oben im Reiter „Info“ klicken Sie jetzt auf „Informationen bearbeiten“. Fügen Sie hier alle wichtigen Infos zu Ihrem Unternehmen/Ihrem Verein/Ihrer Person ein und klicken dann auf „Änderungen speichern“.
  • Im Reiter „Fotos“ klicken Sie auf „Fotoalbum erstellen“ und laden Fotos Ihres Unternehmens/Ihres Vereins/Ihrer Person hoch. Diese Fotos können Benutzer Ihrer Facebook-Seite dann sehen.
  • Oben links unter „Seite bearbeiten“ können Sie z.B. festlegen, wer was auf Ihre Seite hochladen darf.
  • Oben links finden Sie einen Link „Freunden vorschlagen“. Klicken Sie dort, um Ihre Facebook-„Freunden“ auf Ihre Seite einzuladen.
  • Unten links sehen Sie den Button „Teilen“. Damit posten Sie den Link zu Ihrer Facebook-Seite in Ihrem normalen Facebook-Profil.

Natürlich gibt es für Ihre Facebook-Seite noch viele weitere Möglichkeiten der Werbung. Probieren Sie einfach aus, was es alles gibt und schauen Sie auch immer mal wieder bei der Konkurrenz vorbei, um zu sehen, was sich da so tut.

Zitat von Antoine de Saint-Exupéry

13. Mai 2010

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten oder die Arbeiten einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer.“ /Antoine de Saint-Exupéry

Wenn die Kommunikation motivierend ist, werden mehr ehrgeizige Ziele erreicht. Das kann z.B. in Unternehmen der Fall sein oder auch in Vereinen.
Sie können sich andere Menschen leichter zu Ihren Verbündeten machen, wenn Sie es schaffen, sie zu sich ins Boot zu holen.

Guerilla-Marketing für NPOs mit Hilfe von Facebook, Youtube und traditionellen Medien

11. Mai 2010

Die Non-Profit-Organisation (NPO) Greenpeace ist bekannt für Guerilla-(Marketing-)Aktionen. Die Organisation rief unlängst dazu auf, die Firma Nestlé zu boykottieren. Greenpeace-Aktivisten unterwanderten u.a. die Facebook-Fanseite und bombardierten Nestlé mit Aufrufen, die Verwendung von Palmöl zu stoppen.
Hintergrund der Greenpeace-Aktionen ist die Verwendung von Palmöl in Nestlés Lebensmitteln. Laut Greenpeace wird für den Anbau von Palmöl in Indonesien wertvoller Regenwald zerstört, wodurch bedrohte Tierarten, wie z.B. der Orang-Utan, ihre Lebensgrundlage verlieren. Nestlé sicherte zwar anlässlich seiner Jahreshauptversammlung zu, sich für einen Stopp der Regenwaldabholzung einzusetzen. Laut Greenpeace hat sich jedoch noch nichts geändert.

Es ist toll, wie einfach Firmen in den sozialen Netzwerken (Social Media) im Internet Fans finden. Diese Fans verfolgen genau, was die Firma macht – und das sogar freiwillig. Fanseiten auf Facebook können innerhalb von Minuten eingerichtet werden. Die Firma oder Organisation kann dort die neuesten Meldungen veröffentlichen, etwa wenn ein neues Produkt an den Start geht. Diese Meldungen können auch kommentiert werden, Fans können ebenfalls Fotos und Videos hochladen.
Dies ist aber auch eine heikle Angelegenheit, denn die Sympathie der Anhänger kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Dies kann passieren, wenn die Firma oder Organisation nicht genau das tut, was sie ihren Fans verspricht. Oder auch, wie im Falle von Nestlé, wenn eine andere Gruppe zum Boykott aufruft und die Facebook-Fanseite quasi unterwandert.

Auch mit einem einem Youtube-Video gegen die Verwendung von Palmöl machte Greenpeace auf sich aufmerksam. Dieses Video und andere wurde über Facebook und andere soziale Netzwerke weiterverbreitet.

Während des jährlichen Treffens der Nestlé-Aktionäre in Lausanne in der Schweiz im April protestierten Greenpeace-Aktivisten vor dem Gebäude in Orang-Utan-Kostümen. Auch Plakate wurden angebracht, um die Aktionäre auf die Problematik auf merksam zu machen.

Eine weitere kreative Guerilla-Aktion der Greenpeace-Aktivisten war der Protest im April vor der Nestlé-Zentrale in Frankfurt, wo auf einer Großbildleinwand Twittermeldungen, die im Greenpeace-Kanal eingingen, in Echtzeit übertragen wurden.

Nun haben die Greenpeace-Aktivisten, die bislang eher auf die sozialen Medien im Internet setzten, zu einem eher traditionellen Marketing-Instrument gegriffen: In verschiedenen Städten Deutschlands wurden die bekannten Kitkat-Schokoriegel der Firma Nestlé mit Aufklebern beklebt, auf denen ein Orang Utan um Hilfe ruft. Diese Aktionen führten zu einer Reaktion der Tageszeitungen, was zur Folge hat, dass auch diejenigen, die von den Greenpeace-Protesten bislang noch nichts gehört hatten, informiert wurden.
(Bericht in den Halle-Nachrichten, Bericht im Donaukurier, Bericht in food-news, Bericht in der Welt Online)

Dies zeigt, dass sich Guerilla-Marketing mit Hilfe neuer Medien wie Facebook und Youtube mit eher traditionellerem Guerilla-Marketing, wie Proteste vor Firmengebäuden und das großflächige Verteilen von Aufklebern gut verbinden lässt. Die Verbindung hat den Vorteil, dass diejenigen, denen die sozialen Netzwerke im Internet noch fremd sind und die deshalb nichts von der vorangegangenen Facebook- und Youtube-Aktion mitbekommen haben, ebenfalls auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.

Als Firma sollte man immer daran denken, dass das Internet nichts vergisst und mittlerweile Massen damit angesprochen werden. In Zukunft werden Unternehmen hoffentlich fähigere Mitarbeiter für Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit/PR in den sozialen Netzwerke einsetzen, damit auf solche Aktionen intelligenter reagiert werden kann. Für Nestlé ist zu spät: Nestlés Vertrauenswürdigkeit ist dahin und Greenpeace hat es vermutlich geschafft, die Reputation der Firma und der Marke Nestlé langfristig zu schädigen – Imageschäden lassen sich schwer reparieren.


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