Archiv für Februar 2010

Abmahnungen

16. Februar 2010

Als kleines Unternehmen, Freiberufler oder Verein müssen Sie besonders vorsichtig sein, was die Inhalte Ihrer Webseite anbelangt. Sie sollten genau wissen, was Sie in welcher Form auf Ihre Webseite stellen dürfen.

Es kann schnell zu Abmahnungen kommen: wenn Sie z.B. einen Fehler in Ihrem Impressum haben; keine Datenschutzerkärung haben, wenn Sie Daten (z.B. Namen und Adressen) der Besucher Ihrer Webseite speichern;  wenn Sie gegen das Urheberrecht verstoßen, indem Sie fremdes Eigentum (z.B. Fotos, Musik, Texte, …) auf Ihrer Webseite verwenden;  wenn Sie Waren verkaufen (z.B. auf Ebay) und das Widerrufs- und Rückgaberecht vergessen; wenn Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) fehlerhaft sind. Natürlich gibt es noch zahlreiche Gründe mehr für Abmahnungen.

Wenn Sie eine Abmahnung erhalten, aus welchem Grund auch immer, wenden Sie sich am besten an einen Rechtsanwalt. Seien Sie vorsichtig, wenn es darum geht, Unterlassungserklärungen zu unterschreiben. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und holen Sie sich Hilfe von einem Anwalt, der sich mit Internetrecht auskennt.

Mittlerweile werden Abmahnungen nicht nur per Post versandt, sondern auch per Email. Wie das LG Hamburg in einem Urteil am 07.07.2009 (Az.: 312 O 142/09) entschied, ist eine Abmahnung per Email rechtens – auch, wenn der Empfänger diese nie bekommen hat, da sie z.B. herausgefiltert wurde.

Tutorial: Wie Sie Ihren Marketing-Plan entwickeln

9. Februar 2010

Wenn Sie ein Unternehmen starten wollen, benötigen Sie einen Marketing-Plan, damit Sie wissen, welche Zielgruppen Sie bedienen, wie Ihre Marketing-Kampagnen planen, wie Sie Ihr Budget aufstellen und überprüfen müssen.

Bevor Sie anfangen, Ihren Marketing-Plan zu entwickeln, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welches Produkt bzw. welchen Service verkaufen Sie?
  • Welche Zielgruppe wird Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung kaufen?
  • In welchem Umfang wird Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung im oben genannten Markt benötigt?
  • Welche Informationen über Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung wollen Sie Ihrer Zielgruppe vermitteln?
  • Welches ist der beste Weg um mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten (z.B. Fernsehen, Radio, Zeitung, Social Media)? – Bei der Beantwortung dieser Frage sollten Sie Ihr Budget im Auge behalten!

So sollte Ihr Marketing-Plan aufgebaut sein:

1.    Kurzdarstellung

(diese Informationen können Sie entweder Ihrem Business-Plan entnehmen oder neu verfassen)
>> Die Fragen wer, was, wann, wo und wie sollten hier im Hinblick auf die Marketingziele und –strategien beantwortet werden.
>> Dieser Teil lässt sich am einfachsten zum Schluss beantworten, wenn die Marketinganalysen abgeschlossen sind.

  • Beschreibung des Unternehmens
  • Unternehmensleitbild
  • Produkte/Dienstleistung
  • Finanzielle Realisierbarkeit


2.    Analyse der Branche

>> Hier sollten Sie auf die Branche, Wettbewerber, Lieferanten, Regelungsumfeld, Kunden, sowie die Rolle des Unternehmens innerhalb der Branche eingehen.


3.    Produkte und entsprechende Zielgruppen

>> Beschreiben Sie hier jedes Produkt/jede Dienstleistung

  • Demografie der Zielgruppe: Einkommen, Interessen, Aktivitäten, Lebensweise, andere geografische Beschreibungen, psychologische Denkweisen, politische Zugehörigkeiten, Familiensituation, Alter, Geschmack
  • Markttrends und soziale Trends, durch die Ihre Kunden beeinflusst werden
  • Bedarf und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und entsprechende Leistungen aus den Produkten


4.    Marketing-Strategie

  • gesamte Marketing-Ziele
  • Leitbild
  • Produkt-Positionierung im Vergleich zu Wettbewerbern und in den Augen der Zielkunden
  • Allgemeine Strategien, die Sie nutzen werden, um Ziele zu erreichen und das Leitbild zu erfüllen
  • Marketing-Mix des Produkts, einschließlich spezifischer Marketing-Programme. 4 P’s:
    •    Produkte (alle damit verbundenen Veränderungen, Verbesserungen und Fragen)
    •    Preisstrategie für jedes Produkt
    11 verschiedene Preisstrategien:
    http://www.websitemarketingplan.com/techniques/pricing2.htm


    http://de.wikipedia.org/wiki/Preispolitik


    http://www.best-practice-business.de/blog/?p=9983

    •    Vertriebskanäle (die verschiedenen Distributionswege, auf denen das Produkt zu den Kunden und Konsumenten gelangt)
    •    Werbung: Public Relations, Internet-Marketing und -Werbung, Offline-Werbung, virales Marketing und andere Marketingprogramme


5.    Messungen

>> Bauen Sie Erfolgskriterien in jede Marketing-Aktivität, einschließlich der Zwischenmaßnahmen und wie Sie sie verwenden werden, um die Fortschritte zu überwachen und gegebenenfalls anzupassen.


6.    Prognosen und Finanzanalysen

  • Grösse der Zielgruppe(n)
  • Grösse der Marktanteile
  • Wachstumsprognosen (monatlich)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (mit Verkaufs- und Euro-Prognosen, Kosten für Waren, Projektionen für fixe Gemeinkosten und variable Kosten, sonstige Ausgaben, Gewinnspannen)
  • Breakeven-Analyse (Einheiten und Euro-Beträge die benötigt werden um einen Gewinn für jede Marketingkampagne oder jedes geänderte Produkt zu machen)
  • „Was-wäre-wenn“-Szenarien (Sensitivitätsanalysen) die zeigen, was passiert, wenn die Prognosen und Gewinnspannen niedriger oder höher als erwartet ausfallen

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