Archiv für Juli 2009

Word-of-Mouth (WOM) – Mund-zu-Mund-Propaganda

27. Juli 2009

Mund-zu-Mund-Propaganda oder Word-of-Mouth (WOM) ist eine sehr erfolgreiche und zugleich billige Art der Werbung.

Viele Unternehmensinhaber denken, Sie könnten Mund-zu-Mund-Werbung nicht beeinflussen. Das stimmt nicht ganz. Denken Sie nur einmal daran, was Sie anderen weitererzählen, wenn Sie irgendwo eingekauft haben und der Service herausragend war oder wievielen Ihrer Mitmenschen Sie es mitteilen, wenn Sie ein negatives Einkaufserlebnis hatten.

Nachdem das Angebot von Produkten und Dienstleistungen unüberschaubar ist, orientieren wir uns immer mehr daran, wo unsere Mitmenschen schon gekauft und gute Erfahrungen gemacht haben.

Bei der Mund-zu-Mund-Propaganda wird der Kunde über einen Empfehlungsgeber beeinflusst, statt direkt von eine Anzeige oder Fernsehwerbung. Dabei teilt ein zufriedener Kunde seine positive Erfahrung ungefähr drei Leuten mit, während ein unzufriedener Kunde sein negatives Erlebnis mindestens zehnmal weitererzählt.

Stimulieren Sie eine positive Weiterempfehlung bei Ihren Kunden, z.B. mit einem Anruf und der Nachfrage, ob sie zufrieden waren.

Um überhaupt soweit zu kommen, müssen Sie Ihren Kunden allerdings Einiges bieten: Ihre Leistungen müssen überzeugen und überragend sein. Bieten Sie Ihren Kunden ein Erlebnis, dass diese so nicht erwarten. Denn wer mehr bekommt als er erwartet spricht darüber. Das funktioniert natürlich am besten, wenn Sie Ihre Zielgruppe klar definiert haben und wissen was diese wünscht und erwartet.

Wenn Ihnen Ihre Kunden negatives Feedback geben, nehmen Sie es ernst. Versuchen Sie alles, damit Kunden in der Zukunft nicht mit dem angesprochenen Problem zu kämpfen haben.

Vergessen Sie nicht, bei Neukunden nachzufragen, von wem und wofür Sie empfohlen wurden. Setzen Sie also auf die älteste und wahrscheinlich effektivste Form des Marketings, denn eine glaubwürdige Empfehlung ist jeder Werbeanzeige überlegen.

Ihre Webseite

20. Juli 2009

Die meisten Unternehmen und Verein, auch die kleineren, haben mittlerweile eine Website mit mehr oder weniger aktuellem Inhalt.

Eine Website allein reicht aber noch nicht. Wozu eine Website, die keiner findet?

Hier ein paar Tipps, damit Ihr Internetauftritt mehr Beachtung findet:

  • Drucken Sie die Adresse Ihrer Website (URL) auf alles – Visitenkarten, Briefbögen, Briefumschläge, Rechnungen, Angebote, Flyer, Karten, Broschüren, Produktverpackungen, Anzeigen, Firmenschild
  • Fügen Sie die URL in Ihre E-mail-Signatur ein
  • Geben Sie die URL auf Ihrem Anrufbeantworter an
  • Drucken Sie die URL auf T-Shirts
  • Beschriften Sie Ihre Firmenfahrzeuge mit der URL Ihrer Website
  • Lassen Sie die URL nicht allein stehen – fügen Sie den Firmennamen, sowie Adresse und Telefon-/Fax-Nummer hinzu
  • Tauschen Sie Links mit anderen Firmen aus – Sie setzen den Link einer anderen Firma auf  Ihre Website, während diese Ihre Website verlinkt.
  • Nehmen Sie in branchenspezifischen Foren teil: Schreiben Sie Expertenbeiträge und fügen Sie Ihre URL als Link ein
  • Versenden Sie online Newsletter, die den Link zu Ihrer Website enthalten. Vorsicht: Verschicken Sie den Newsletter nur an Leute, die den Newsletter auch haben wollen und machen Sie es den Leuten leicht, sich wieder abzumelden.
  • SEO (Search Engine Optimization) – Suchmaschinenoptimierung: Lassen Sie Ihre Website in Bezug auf Suchmaschinen analysieren und optimieren (Anlegen relevanter Schlüsselbegriffe, Marketing-Orientierung des Textes)

Investieren Sie

13. Juli 2009

„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereit halten, um das bekannt zu machen.“

/Henry Ford I.

Direct-Mailings

6. Juli 2009

Direct-Mailings sind einer von vielen Wegen, um als kleines Unternehmen neue Kunden zu gewinnen. Hier gilt, wie bei allen Werbeaktionen, das A.R.A.-Prinzip: Durch Ihre Aktion kommt es zu einer Reaktion beim Kunden, die wiederum zu einer Aktion von Ihrer Seite führt.

Direct-Mailings sind zwar relativ kostengünstig, allerdings sollten Sie keine besonders hohe Responserate erwarten. Je nach Branche liegt die Responserate bei 1-3%.

Durch exklusive Aktionen oder Gewinnspiele können Sie versuchen, die Responserate zu erhöhen. Dabei können Sie den Empfängern eine Frist für die Antwort setzen.

Um eine Direct-Mailing-Aktion durchführen zu können, benötigen Sie Adressen von Interessenten bzw. potenziellen Kunden. Diese Adressen können Sie mieten oder kaufen. Je nach Zielgruppe sind Adressen ab 0,10 Euro pro Stück erhältlich, dürfen aber nur ein einziges  Mal von Ihnen verwendet werden. Das heisst, Sie dürfen nach dem Mailing nicht telefonisch nachfragen und die Adressen auch nicht in Ihre Adress-Datenbank mit aufnehmen.

Eine kostengünstigere Methode ist die, selbst auf Adresssuche zu gehen. Das kostet zwar Zeit, aber Sie können bei jeder einzelnen Adresse leicht beurteilen, ob sie brauchbar ist oder nicht. Auf vielen Veranstaltungen (z.B. Messen oder Kongressen) besteht die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Adressen lassen sich auch über Berufsverbände, in Fachzeitschriften, über Wettbewerber oder Handwerkskammern herausfinden.

Um Ihre Direct-Mailing-Aktion durchzuführen, können Sie eine Agentur beauftragen oder auch die Arbeit aufteilen und z.B. einen Grafiker/Designer das Anschreiben bzw. die Karte gestalten lassen und das Versenden selbst übernehmen. Wenn Sie sich nach einer Agentur bzw. einem Grafiker umsehen, achten Sie darauf, dass die Chemie zwischen Ihnen stimmt. Zudem sollte die Agentur/der Grafiker zu Ihrer Firmengrösse passen. Beauftragen Sie also nicht eine teure, grosse Agentur, wenn Sie selbst Freiberufler sind.

Wenn Sie eine Agentur bzw. einen Grafiker ausgewählt haben, achten Sie darauf, dass ein vollständiges Briefing durchgeführt wird. Dazu gehört, dass Sie Ihrer Agentur/Ihrem Grafiker mitteilen, welchen Grund und welche Zielsetzung Ihr Mailing haben soll und in welchem Zeitraum das Projekt abgeschlossen werden soll. Geben Sie alle Informationen die Sie für wichtig halten weiter und antworten Sie detailliert auf eventuelle Fragen. Ist Ihr Briefing gut, sparen Sie und die Agentur sich Zeit, Aufwand und Ärger. Die Agentur muss eigene Recherchen durchführen, wenn Sie Informationen nicht weitergeben. Und das kann oftmals teuer werden.

Ihr Direct-Mailing sollte die folgenden Elemente enthalten: einen Briefumschlag (am besten bedruckt, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen), ein Schreiben mit Informationen (dies sollte auf jeden Fall personalisiert sein), ein Antwortkuvert bzw. eine Antwortpostkarte und eventuell ein Geschenk (dies muss nichts teures sein, sollte aber für den Empfänger einen Nutzen haben). Teilen Sie dem Empfänger mit, was er tun soll. Wollen Sie dass er anruft? Soll er Ihnen eine E-mail schicken? Oder soll er die beigelegte Antwortkarte zurückschicken? Machen Sie klar, was er tun soll, ansonsten kann es passieren, dass er gar nichts tun wird.

Wenn Sie den Text Ihres Schreibens verfassen bzw. verfassen lassen, achten Sie darauf schon mit der Überschrift und der Einleitung die Aufmerksamkeit des Empfängers zu bekommen. Dies kann zum Beispiel durch Ansprechen der Emotionen des Lesers geschehen. Wenn sich der Leser langweilt, wird er auch nicht weiter lesen. Sie sollten wissen, wie sich Ihre Zielgruppe zusammensetzt, damit Sie diese mit den passenden Worten ansprechen können.

Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihr Produkt nicht über alle Massen loben, denn das wirkt schnell unglaubwürdig. Stattdessen sollten Sie den Kundennutzen herausstellen. Stellen Sie auch sicher, dass Ihr Mailing keine Rechtschreibfehler enthält und alle Telefonnummern korrekt sind.

Um herauszufinden, ob Ihre Direct-Mailing-Aktion erfolgreich sein wird, sollte sie vorher getestet werden. Dabei können Sie sich auf Marktforschungsinstitute verlassen, die Ihr Mailing für Sie testen. Oder Sie führen einen Mailingtest durch, bei dem Sie nur eine bestimmte Anzahl von Mailings verschicken (z.B. mit verschiedenen Geschenken), um zu sehen, wie es bei der Zielgruppe ankommt.

Um mit Ihrem Direct-Mailing richtig Erfolg zu haben, sollten Sie sich nicht nur auf ein  Mailing allein verlassen. Statt dessen sollten Sie Ihre Zielgruppe immer wieder bearbeiten. Das heisst, Ihr Mailing sollte immer von einer Anzeige, einem Flyer oder einem Sondermailing begleitet werden. Dabei ist natürlich ein einheitliches Erscheinungsbild sehr wichtig, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen.

Vor der Durchführung Ihrer Direct-Mailing-Aktion, sollten Sie natürlich auf Anfragen vorbereitet sein. Zudem sollten Sie sich einen Plan zurechtlegen, in dem Sie festhalten, was Sie nach dem Mailing tun. Sie können z.B. alle Empfänger des Mailings anrufen oder bei Nichtreaktion zusätzliches Informationsmaterial verschicken.


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